Nach dem Börsenrutsch in China erhöht die Regierung den Druck auf die Finanzindustrie. Die Wertpapieraufsicht CSRC teilte am Freitag mit, die Auswirkungen des automatisierten Handels auf den Markt zu prüfen.

Sie gab ferner bekannt, Einschränkungen für 24 Aktienhandelskonten beschlossen zu haben. Grund seien mutmassliche Unregelmässigkeiten. Dazu gehörten ungewöhnliche Kaufaufträge und Stornierungen, die die Entwicklung des Gesamtmarktes beeinflusst haben könnten.

«Bösartige Leerverkäufe»

Die CSRC hatte bereits jüngst angekündigt, gegen «bösartige Leerverkäufe» vorzugehen. Leerverkäufe sind im Grunde Wetten auf sinkende Kurse. Marktteilnehmer verkaufen «geborgte» Aktien und kaufen sie dann zu einem günstigeren Preis zurück. Die Preisdifferenz wird als Gewinn verbucht.

Die Börsen in China haben nach dem 12. Juni in weniger als vier Wochen mehr als 30 Prozent eingebüsst.

(sda/me/ise)