Die Zinswende in den USA wird nach Einschätzung der Grossbank Barclays wegen der jüngsten Börsenturbulenzen erst später über die Bühne gehen. Statt bereits die September-Sitzung für die erste Zinserhöhung seit fast zehn Jahren zu nutzen, werde die US-Notenbank Fed wohl bis März 2016 abwarten, so die Barclays-Analysten Michael Gapen und Rob Martin.

Die Furcht, die Wirtschaft in China könnte sich viel schlechter entwickeln als lange gedacht, sorgt für weltweite Börsenturbulenzen. Ein schwaches Wachstum in der Volksrepublik würde auch die Weltwirtschaft in Mitleidenschaft ziehen.

Märkte nicht destabilisieren

Zwar rechtfertige die gute Konjunktur in den USA erste Zinserhöhungen, die Fed werde aber nicht die Märkte weiter destabilisieren wollen, so Barclays weiter. Sollte sich die Lage entspannen, könnte die amerikanische Notenbank auch Ende 2015 schon handeln.

(reuters/gku)