Nach der Rücktritts-Ankündigung von Italiens Ministerpräsident Silvio Belrusconi schöpften Anleger Hoffnung, dass das schuldengeplagte Land nun dringend benötigte Reformen vorantreibt und so eine Ausweitung der europäischen Schuldenkrise verhindert wird. Zudem half der Rückgang der Inflationsrate in China.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,15 Prozent fester beim Stand von 8755,44 Punkten. Der breit gefasste Topix stieg um 1,54 Prozent auf 749,40 Zähler. Auch die Märkte in Hongkong, Australien, Singapur, Shanghai und Südkorea verzeichneten Gewinne. Lediglich in Taiwan ging es um ein halbes Prozent bergab.

Auch der Euro wurde von der Entwicklung in Italien gestützt. Er notierte in Tokio um 15 Uhr Ortszeit fester mit 107,34-35 Yen nach 107,17-18 Yen am späten Vortag. Zum Dollar lag er bei 1,3837-38 Dollar nach 1,3732-35 Dollar. Der Dollar wurde leichter mit 77,55-61 Yen gehandelt nach 78,03-08 Yen am späten Vortag.

Im Fokus der Investoren stand zudem erneut der von einem Betrugsskandal erschütterte Kamerahersteller Olympus. Die Papiere stürzten um weitere 20 Prozent ab. Ende Juni kosteten sie noch mehr als das Fünffache des aktuellen Kurses. Das Unternehmen hatte am Dienstag eingeräumt, während Jahrzehnten Verluste aus Wertpapier-Geschäften verheimlicht und bewusst falsch verbucht zu haben.

(laf/vst/awp)

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