Nach Ansicht des früheren Chefs der US-Notenbank Fed, Alan Greenspan, droht an den Börsen eine Trendwende. «Der Aktienmarkt hat sich so lange so scharf erholt, dass man davon ausgehen muss, dass wir irgendwann eine erhebliche Korrektur erleben werden», sagte der 88-Jährige in einem Fernsehinterview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg. «Wann das ist, weiss ich nicht.»

Zwar glaube er nicht, dass Aktien «stark überteuert» seien. Greenspans Aussagen sind jedoch in Zusammenhang der Diskussion zu betrachten, die Geldpolitik der US-Notenbank führe zu Vermögenspreisblasen. Greenspan betonte, dass die Fed noch nicht an dem Punkt angelangt sei, an dem sie eine restriktive Politik verfolge.

Geldpolitik trotz Tapering noch immer expansiv

Damit spricht er darauf an, dass die Währungshüter noch immer Anleihen am Markt kaufen. Zwar entzieht die US-Notenbank der anziehenden Wirtschaft weiter Milliardenhilfen. Der für die Zinspolitik zuständige Offenmarktausschuss beschloss am Mittwoch wie erwartet, die Geldspritzen erneut um zehn auf monatlich 25 Milliarden Dollar zu verringern. Mit diesen Anleihekäufen hält die Fed die Zinsen jedoch noch immer künstlich niedrig.

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Im Oktober soll das Programm zum Ankauf von Staatsanleihen und Hypothekenpapieren voraussichtlich auslaufen und die Wirtschaft wieder auf eigenen Beinen stehen.

(moh/vst)