Der Nikkei 225 hat nach einem anfänglichen Plus letztlich 0,20 Prozent auf 8963,72 Punkte verloren. Damit konnte der japanische Leitindex nicht an die Kursgewinne in Europa und den USA anknüpfen. Auf Wochensicht steht damit ein Verlust von 3,16 Prozent zu Buche.

Damit schlug sich der Nikkei aber vergleichsweise gut, der Deutsche Aktienindex steuert etwa auf einen deutlich höheren Wochenverlust zu. Er hat vor dem letzten Handelstag der Woche seit vergangenen Freitag bereits mehr als sieben Prozent abgegeben.

Insgesamt ist es für den Nikkei die dritte Handelswoche in Folge mit einem Minus. Für den breiter gefassten Topix ging es am Freitag um 0,30 Prozent auf 768,19 Punkte nach unten.

Auf die Stimmung an der Tokioter Börse drückte, dass die japanische Regierung ihre Wachstumserwartungen gesenkt hatte. Nach der Erdbeben- udn Atomkatastrophe im März wird nunmehr im laufenden Jahr mit einem Wachstum von 0,5 und nicht mehr von 1,5 Prozent ausgegangen.

Wirtschaft vom starken Yen belastet

Anzeige

Der starke Yen liegt wie ein Mühlstein auf der stark von Exporten abhängigen japanischen Wirtschaft. Daher gerieten zum Wochenabschluss einmal mehr Exportwerte unter Druck.

Die Aktien des Autoherstellers Toyota verbilligten sich um 1,12 Prozent auf 2819 Yen, auch die Titel des Branchenkollegen Honda zeigten sich schwach. Die Aktien von Sony büssten sogar mehr als zwei Prozent ein.

Gegen den Trend deutlich im Plus lagen Canon , diese Papiere verteuerten sich um 5,59 Prozent auf 3590 Yen. Der Hersteller von Druckern und Kameras hatte einen Aktienrückkauf angekündigt.

(tno/awp)