Nach der Kompromisslösung im US-Haushaltsstreit ist der Dax mit deutlichen Gewinnen in das neue Jahr gestartet und auf den höchsten Stand seit Januar 2008 gesprungen. Der deutsche Leitindex zog um 1,8 Prozent auf 7749,67 Punkte an.

Der Eurostoxx 50 gewann kurz nach Handelsstart 1,71 Prozent auf 2681,09 Punkte und erreichte damit seinen höchsten Stand seit Anfang August 2011. In Paris stieg der Cac 40 um 1,7 Prozent auf 3703,03 Zähler. Der britische FTSE 100 kletterte um 1,46 Prozent auf 5984,04 Punkte.

Auch die Börsen in Asien regierten mit einem Höhenflug auf das Ende des US-Haushaltsstreits. Der MSCI-Asien-Pazifik-Index, der alle Börsen ausser der in Japan zusammenfasst, legte um 1,9 Prozent zu. Die Tokioter Börse blieb wegen eines Feiertages geschlossen.

Der Leitindex der Hongkonger Börse gewann mehr als 2 Prozent, der südkoreanische Kospi-Index legte 1,7 Prozent zu. In Australien stiegen die Aktien auf den höchsten Wert seit 19 Monaten.

Sieg für Obama

Händler sahen die Einigung in den USA mit Erleichterung. Denn ohne die Verständigung wären automatisch Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen in Kraft getreten. Das hätte die Gefahr einer Rezession in den USA und damit massive Auswirkungen für die Weltwirtschaft bedeutet.

Das Repräsentantenhaus in Washington wandte dies allerdings in letzter Minute ab. In der Nacht zum Mittwoch stimmte es nach stundenlangen Verhandlungen für einen Kompromissvorschlag des Senats, der viele automatisch in Kraft getretene Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen aufhebt.

Allerdings werden zahlreiche Sparmassnahmen mit einem Volumen von mehr als einer Billion Dollar zunächst nur um zwei Monate verschoben, so dass neuer Streit im Kongress programmiert ist. Die Einigung gilt trotzdem als Sieg für Präsident Barack Obama, da die Republikaner insbesondere bei der Besteuerung von reichen Amerikanern Zugeständnise machen mussten.

(tno/sda)