Die Börse in Ljubljana wechselt ihren Besitzer und gehört künftig zum Finanzplatz in Zagreb. Dieser übernehme den slowenischen Wettbewerber von der osteuropäischen Gruppe CEESEG - der Muttergesellschaft der Wiener Börse. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, teilten die beiden Partner am Donnerstag mit. Die Transaktion soll nach der noch ausstehenden Genehmigung der Aufseher und einer Kapitalerhöhung der Börse Zagreb bis zum Jahresende über die Bühne gehen.

In Ljubljana sind unter anderem der Haushaltsgeräte-Hersteller Gorenje und die Telekom Slovenije notiert. Zuletzt kam der Handelsplatz auf eine Marktkapitalisierung von knapp sechs Milliarden Euro.

System von der Wiener Börse

Das kroatische Finanzzentrum erhofft sich von der Übernahme positive Auswirkungen und steigende Umsätze für beide Handelsplätze. «Der slowenische und der kroatische Kapitalmarkt haben viele Gemeinsamkeiten. Investoren behandeln die beiden Märkte oft als einen. Zudem gibt es von kroatischer Seite beträchtliche Investments in slowenische Unternehmen», sagte die Chefin der Zagreber Börse, Ivana Gazic. Im Rahmen des Deals beliefert die Wiener Börse die Handelsplätze in Zagreb und Ljubljana mit ihren Systemen.

(reuters/me)