Der wichtigste Schweizer Aktienindex SMI stand um 9.30 Uhr 0,63 Prozent höher bei 6537,29 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gewann 0,67 Prozent auf 1020,84 und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,61 Prozent auf 6012,87 Stellen.

Die Finanztitel gehören am im Blue-Chips-Segment zu den grössten Gewinnern. UBS steigen um 1,0 Prozent, ZFS um 1,1 Prozent und Julius Bär gar um 1,6 Prozent. Credit Suisse hinken der Sektorentwicklung mit einem Plus von 0,6 Prozent etwas hinter her. Die Finanzpapiere können nun einen Teil der zuletzt erlittenen Verluste wettmachen. Bei den Banken könnte demnächst zudem ein Unsicherheitsfaktor wegfallen: Händlern zufolge stehen die Verhandlungen zwischen der Schweiz und Deutschland um ein neues Steuerabkommen kurz vor Abschluss.

Swiss Re (Aktie +0,8 Prozent) hat derweil in der Umsetzung der neuen Holding-Struktur einen weiteren Schritt vollzogen. Das Umtauschangebot von Aktien der Schweizerischen Rückversicherungs-Gesellschaft AG (SRZ) in die neuen Papiere der Swiss Re AG (SRL) sei zustande gekommen, meldete der Rückversicherer. Die neue Holding-Struktur mit der Trennung der Geschäftssegmente Rückversicherung, Corporate Solutions und Admin Re werde eine erhöhte Transparenz für die Stakeholder mit sich bringen, kommentiert ein Analyst.

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Givaudan weit vorne

Weit vorne im SMI/SLI stehen etwa auch Givaudan (+1,5 Prozent), Nobel Biocare (+1,2 Prozent) oder Syngenta (+1,4 Prozent). Der Agrochemie-Konzern Syngenta hat eine neue Saatgutbehandlung eingeführt. Die Lancierung des Fungizids zur Saatgutbehandlung auf Basis des neuen Wirkstoffs Sedaxane sei zwar erwartet worden, bestätige aber auch, dass Syngenta mit der Projektpipeline auf Kurs sei, heisst es in einem Kommentar.

Zu den Gewinnern gehören weiter SGS (+0,9 Prozent), Clariant (+0,7 Prozent) oder Weatherford (+0,9 Prozent). Letztere wurden gestern stark zurückgenommen. Die Index-Schwergewichte Nestlé (+0,4 Prozent), Novartis (+0,6 Prozent) und Roche (+0,7 Prozent) gewinnen ebenfalls dazu.

Roche hatte an der 47. Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) neue Daten zu Therapien für Patienten mit Haut- und Lungenkrebs sowie neue Avastin-Daten bei Eierstockkrebs vorgestellt. Am Dienstagabend gab der Konzern zudem den Abschluss einer strategischen Vereinbarung mit Merck & Co bei Hepatitis C bekannt. Die Vereinbarung der beiden Pharmariesen sei durchaus sinnvoll und dürfte den Aufwärtstrend des Genussscheins unterstützen, so ein Händler.

Logitech kommen nicht vom Fleck

Dagegen kommen Logitech (unverändert) nicht vom Fleck. Die Titel standen gestern unter erhöhtem Abgabedruck, nachdem Hewlett Packard einen vorsichtigen Ausblick zum Computer-Markt abgegeben hatte und bekannt wurde, dass Logitech aus dem MSCI Global Standard Index fallen werden. Die über Erwarten gut ausgefallenen Quartalszahlen von Dell können den Logitech-Kurs nicht in die Höhe treiben.

Holcim legen derweil um 0,6 Prozent zu, obwohl die Aktien von Merrill Lynch auf "Neutral" von "Buy" abgestuft werden. Transocean gewinnen am Tag des Dividendenabgangs (0,79 USD/Aktie) 0,3 Prozent oder 0,15 CHF dazu.

Im breiten Markt steigen Bucher Industries um 1,0 Prozent. Die Division Kuhn Group ist mit John Deere eine Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Grosspackenpressen eingegangen und das wird von den Investoren begrüsst. Züblin steigen nach Zahlen der französischen Tochter um 1,3 Prozent.

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Zu den grössten Gewinnern gehören Schmolz+Bickenbach (+3,4 Prozent). Unterstützung bietet dabei nebst charttechnischen Gründen ein positiver Artikel in der "Finanz und Wirtschaft". Bei Dufry (+1,8 Prozent) und International Minerals (+2,3 Prozent) kommt es nach der gestrigen Zahlenpublikation zu Anschlussgewinnen.

Life Watch (-5,8 Prozent) weiten derweil die Abgaben des Vortages aus. Die Titel werden per Ende Mai aus dem MSCI Global Small Cap Indizes fallen.

(laf/tno/awp)