Vom EU-Gipfel in Brüssel erhoffen sich die Anleger zumindest positive Signale. Und weil diese ausgeblieben sind, haben sie am Aktienmarkt zum Wochenauftakt dies mit Enttäuschung quittiert. Wenig überraschend fungieren die Aktien von der Deutschen Bank und der Commerzbank am Ranglistenende.

Ein Schuldenschnitt Griechenlands wäre wichtige Voraussetzung für weitere Hilfskredite der Euro-Staaten und der Internationalen Währungsfonds (IWF). Die im Raum stehende Gesamtsumme beträgt 130 Milliarden Euro. Immer lauter werden die kritischen Stimmen, die befürchten, dass selbst dieser Betrag nicht ausreicht.

Eine Eskalation der Euro-Krise hat deshalb insbesondere die Bankaktien belastet: Der europäische Branchenindex verlor zum Wochenauftakt 3,1 Prozent - noch heftiger erwischte es die beiden deutschen Grossbanken Deutsche Bank und Commerzbank mit Verlusten von bis zu 4 Prozent.

Weiteres Öl ins Feuer goss die Credit Suisse, die in einer Studie den europäischen Bankensektor auf «Underweight» herunterstufte. Die Analysten bemängelten insbesondere, dass der positive Einfluss des dreijährigen Tenders der Europäischen Zentralbank (EZB) übertrieben sei.

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(vst)