Nach mehreren Anläufen hat der Dax die magische Marke von 10'000 Punkten überwunden. Nach der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) stieg der deutsche Leitindex am Donnerstag um 0,7 Prozent auf ein Rekordhoch von 10.002,67 Zählern.

Knapp 26 Jahren hat es gedauert bis der Dax fünfstellig geworden ist. Unter den bekannten Standardwerte-Indizes gibt es nicht viele, die das geschafft haben. Zum Vergleich: Der Dow Jones – die Mutter aller Börsenbarometer – brauchte hierfür mehr als 100 Jahre. In Europa hat der Dax punktemäßig die meisten bekannten Blue-Chip-Indizes abgehängt. Der «Footsie», der die 100 größten britischen Börsenwerte zusammenfasst, hat es bislang noch nicht einmal über die 7000er Marke geschafft.

Fünfstellig sind unter den bekannten europäischen Indizes nur diejenigen aus Madrid und Mailand, die aktuell bei über 10'950 beziehungsweise bei 22'100 Zählern liegen.

Der EuroStoxx50, der die Kursentwicklung der grössten Unternehmen der Euro-Zone widerspiegelt, hinkt dem Dax hinterher. Mit etwa 3280 Punkten und maximal 5522 Zählern, die er am 7. März 2000 erreicht hatte, ist er noch ein gutes Stück von der Fünfstelligkeit entfernt. Er ist aber wie der 1896 eingeführte Dow ein Kurs-Index. Wenn man den Dax als Kursindex berechnet, liegt er nur bei 5150 Zählern.

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(reuters/sda/me)