Vergangene Woche ist der Schweizer Leitindex SMI nur knapp am Allzeithoch aus dem Jahr 2007 vorbeigeschrammt. Lediglich zehn Punkte fehlten am Mittwoch bis zum Höchststand bei 9'548 Punkten. Trotzdem resultierte zum Wochenschluss beim Leitindex ein kleines Minus.

Gelingt es dem SMI diese Woche, das Allzeithoch zu knacken und vielleicht sogar den höchsten Schlusskurs von 9'531 Punkten zu überbieten? Börsenexperte Adrian Scherer vom Vermögensverwalter Limmat Wealth hält das für unwahrscheinlich: «Ich erachte den SMI kurzfristig als ausgereizt», sagt er im Interview mit finanzen.ch. Der Markt unterschätze den negativen Einfluss des starken Schweizer Frankens auf die Unternehmensgewinne. Scherer erwartet daher eine entsprechende Korrektur im Leitindex.

US-Zinswende entscheidend

Tatsächlich hat die Schweizer Börse die Woche zögerlich gestartet. Der SMI pendelt um 9'400 Punkten. Neben dem starken Schweizer Franken drückt auch die Unsicherheit an den US-Börsen auf die Stimmung von Schweizer Anlegern. Eine Zinserhöhung in den USA bereits im September gilt als nicht mehr ausgeschlossen. Diese könnte sich negativ auf den Aktienhandel auswirken.

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«Die Attraktivität der Aktien basiert primär auf dem Fehlen interessanter Anlagealternativen. Mit dem Eintreten der USA in einen neuen Zinserhöhungszyklus gegen Ende 2015 steigt die Chance, dass Anleger innert einiger Monate valable Alternativen in Form von Obligationen mit interessanter Rendite kriegen», begründet Scherer.  Für den SMI sieht er in den nächsten zwölf Monaten daher wenig Potenzial mit einem Wachstum lediglich im tiefen einstelligen Bereich.

Lesen Sie das vollständige Interview mit Adrian Scherer auf finanzen.ch.