Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) legte um 1,36 Prozent auf 12'582,77 Punkte zu und setzte damit seine viertägige Gewinnserie fort. Er schloss so hoch wie seit Mitte Mai nicht mehr. Sein Wochenplus schraubte der Leitindex damit auf beeindruckende knapp fünfeinhalb Prozent hoch. Bereits das am Donnerstag abgelaufene erste Halbjahr hatte das Börsenbarometer mit ordentlichen Gewinnen von mehr als sieben Prozent beendet.

Der breiter gefasste S&P 500 stieg am Freitag um 1,44 Prozent auf 1339,67 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq rückte der Composite-Index um 1,53 Prozent auf 2816,03 Punkte vor und der Auswahlindex Nasdaq 100 gewann 1,56 Prozent auf 2361,39 Punkte.

Einkaufsmanagerindex beflügelt Stimmung

In den USA hatte sich die Stimmung der Einkaufsmanager in der Industrie im Juni überraschend aufgehellt. Der diese messende ISM-Index gilt als zuverlässiger Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität. Unerwartet gesunkene Bauausgaben und das noch stärker als prognostiziert gefallene Konsumklima der Universität Michigan konnten der guten Stimmung nichts anhaben.

Fusionen und Übernahmen sorgten für deutliche Kursbewegungen. Die erfolgreiche Übernahme von Konkurrent Demag Cranes liess die Titel von Terex um 4,50 Prozent auf 29,73 US-Dollar klettern. Man halte nach dem Ende der Annahmefrist nach vorläufigen Informationen nun rund 68 Prozent der Demag-Aktien, hatte der US-Baumaschinenkonzern mitgeteilt. Damit wurde die Mindestannahmeschwelle von 51 Prozent deutlich überschritten. Nun werde die Annahmefrist entsprechend der gesetzlichen Vorgaben um zwei Wochen verlängert.

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Nasdaq profitieren von angeblichen Übernahmeplänen

Deutliche Gewinne von 3,32 Prozent auf 26,14 Dollar verzeichneten auch die Aktien von Nasdaq OMX . Nachdem die US-Technologiebörse beim Ringen um die New York Stock Exchange gescheitert ist, erwägt sie nach Informationen des "Wall Street Journal" nun die Übernahme der London Stock Exchange (LSE) . Die Briten hatten ihrerseits gerade erst die Fusion mit der Börse in Toronto abblasen müssen und stehen nun wieder ganz alleine in einer Börsenwelt, die immer ungemütlicher wird.

Dagegen mussten die Titel von Eastman Kodak satte Abschläge von 14,25 Prozent auf 3,07 Dollar hinnehmen. In einem Patentstreit des Kameraherstellers mit den Smartphone-Herstellern Apple und Research In Motion (RIM) schob ein Gericht eine Entscheidung zunächst auf. Zudem wurde bekannt, dass die kostbaren Patente des gescheiterten Telekom-Ausrüsters Nortel an eine Gruppe aus sechs grossen Konzernen um Apple, Microsoft und Sony gehen. Das Konsortium sicherte sich den Zuschlag bei einer Auktion mit einem Gebot von 4,5 Milliarden Dollar, wie das insolvente kanadische Unternehmen mitgeteilt hatte. Der frühere Interessent Google ging damit leer aus. Weitere Mitglieder des erfolgreichen Konsortiums sind der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson , RIM und der Speicherspezialist EMC .

Technologiewerte mit Patenten im Fokus

Für Apple ging es um 2,25 Prozent auf 343,23 Dollar hoch und EMC verteuerten sich um 1,02 Prozent auf 27,83 Dollar. Die Google-Papiere gewannen ungeachtet des Fehlschlags seiner Bemühungen 2,90 Prozent auf 521,07 Dollar. RIM stiegen indes nur um bescheidene 0,24 Prozent auf 28,92 Dollar und Microsoft schlossen minimale 0,08 Prozent höher bei 26,02 Dollar.

(laf/awp)