Die wichtigsten US-Aktienindizes sind vor dem Hintergrund erfreulich ausgefallener Konjunkturdaten mit Kursgewinnen aus dem Handel gegangen. Der Dow Jones Industrial legte um 1,12 Prozent auf 12'287 Punkte zu. Damit wird er das laufende Jahr, im Gegensatz zu den wichtigsten europäischen und asiatischen Indizes, so gut wie sicher mit einem Gewinn abschliessen.

Der breiter gefasste S&P 500 stieg am Abend um 1,07 Prozent auf 1263 Punkte. Ob auch er 2011 mit einem positiven Vorzeichen beenden kann, wird sich hingegen erst am Freitag, dem letzten Handelstag in diesem Jahr, zeigen.

Bisher hat der Dow auf Jahressicht um 6,13 Prozent zugelegt, der S&P weist hingegen nur ein kleines Plus von 0,43 Prozent auf. An der Nasdaq kletterte der Composite-Index am Donnerstag um 0,24 Prozent auf 2596 Punkte nach oben. Der Auswahlindex Nasdaq 100 gewann 0,02 Prozent auf 2267 Punkte.

Dünne Umsätze

Im November waren die die noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe im November erheblich stärker gestiegen als von Analysten erwartet worden war.

Zudem hatte sich im Dezember die Stimmung der Einkaufsmanager in der Region Chicago entgegen den Befürchtungen kaum eingetrübt. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe waren in der abgelaufenen Woche allerdings stärker als erwartet gestiegen.

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Der Handel war wie auch in Europa an der Wall Street weiter ruhig. Dünne Umsätze prägten wie auch schon an den Tagen zuvor das Bild. Es werde nicht mehr viel passieren, sagte ein Börsianer.

Finanzwerte vorn

Alle Sektoren notierten im Plus. Am deutlichsten konnten die zuletzt gebeutelten Finanzwerte zulegen. Die noch am Vortag mit den wenigsten Verlusten glänzenden Telekommunikationswerte verzeichneten hingegen die geringsten Aufschläge.

Amazon.com waren mit einem Abschlag von 0,02 Prozent einer der wenigen Verlierer im Nasdaq 100. Die US-Bank Goldman Sachs hatte sich skeptisch zum Umsatzwachstum des Online-Händlers geäussert.

Chesapeake Energy legten um 0,24 Prozent zu. Die Öl- und Gasbohrfirma hatte eine Pipeline-Tochter an ein Partnerunternehmen verkauft und damit 865 Millionen US-Dollar erlöst.

(tno/awp)