Überraschend gut ausgefallene Konjunkturnachrichten haben die US-Standardwerte am Donnerstag gestützt. Zur Freude der Aktionäre hatte sich zum Beispiel die Stimmung des Verarbeitenden Gewerbes im US-Bundesstaat New York im Dezember kräftig aufgehellt. Zudem ging die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend deutlich zurück. Schliesslich hatte sich das Geschäftsklima in der Region Philadelphia in diesem Monat deutlich besser entwickelt als gedacht. Allerdings wollten sich die Anleger vor dem morgigen grossen Verfallstag an den Terminbörsen, dem sogenannten «Hexensabatt», nicht allzu klar positionieren, sagten Börsianer. Insofern hätten sich die Gewinne an der Wall Street in Grenzen gehalten.

Der Leitindex Dow Jones Industrial stieg nach drei Verlusttagen in Folge um 0,38 Prozent auf 11'868 Punkte. Auf Jahressicht bedeutet dies aktuell ein Plus von etwa 2,5 Prozent. Der S&P 500 rückte am Donnerstag um 0,32 Prozent auf 1215 Punkte vor.

An der Technologiebörse Nasdaq legte der Composite-Index um minimale 0,07 Prozent zu auf 2541 Punkte. Der Auswahlindex Nasdaq 100 aber sank um 0,28 Prozent auf 2226 Punkte. Hier belasteten deutliche Verluste bei den Aktien von Lam Research und First Solar.

Erfreuliche Konjunkturmeldungen wiederum kamen auch aus Europa, wo sich Spanien deutlich mehr Kapital am freien Markt besorgt hatte als geplant. Im aktuell angespannten, von der Schuldenkrise geprägten Umfeld kann dies als positives Zeichen gewertet werden. Dementsprechend zählten Finanzaktien zu den Favoriten in New York. So legten Bank of America und JPMorgan um 0,57 respektive 0,79 Prozent zu.

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(rcv/sda/awp)