Nach monatelanger Wartezeit ist es nun soweit: Die zur IG Group gehörende IG Bank  bietet ab sofort den Handel mit sogenannten Differenzkontrakten, kurz CFD, an. Damit heizt die aus Genf operierende Schweizer Tochter des britischen Finanzdienstleisters den Wettbewerb an. Bislang teilten sich Swissquote, Saxo Bank und Dukascopy den Schweizer Markt unter sich auf.

Die IG Bank hegt für die Schweiz grosse Wachstumsziele. So soll nach Ansicht des Schweizer IG-Chefs Fouad Bajjaji die Beliebtheit dieser Differenzkontrakte unter Schweizer Anlegern massiv gesteigert werden. Bislang hielt sich der Umsatz dieser Instrumente hierzulande in engem Rahmen. In Europa ist die Nachfrage nach diesen derivativen Produkten seit 2009 steigend.

Risikoreiche Investments

CFD gelten in Finanzkreisen als risikoreiche Investments, da Anleger Aktien, Devisen oder Rohstoffe mit einem so genannten Hebel kaufen. Das heisst: Mit einem Bruchteil des Einsatzes, der beim herkömmlichen Kauf von Finanzinstrumenten anfallen würde, lässt sich die gleiche Rendite erzielen. Schätzt der Anleger die Preisentwicklung aber falsch ein, erhält er vom Anbieter einen «margin call» – er muss zusätzliches Geld einschiessen.

In naher Zukunft soll beim Schweizer Ableger von IG aber auch der herkömmliche Online-Handel von Schweizer und ausländischen Aktien möglich sein. In Grossbritannien hat die IG Group dieses Angebot bereits vor zwei Wochen eingeführt.

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