Neue Hoffnung auf eine Entspannung der Griechenland-Krise hat der Wall Street am Donnerstag Auftrieb verliehen. Die Anleger setzten darauf, dass es doch nicht zu dem umstrittenen Referendum in Griechenland über das Rettungspaket der Euro-Partner kommt.

Zudem beflügelte die überraschende Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) die Kurse. Auch ermutigende Signale vom kriselnden US-Arbeitsmarkt unterstützten die Börse.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte bis zum Schluss um 1,8 Prozent auf 12'044 Punkte zu. Im Handelsverlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 11'835 und 12'065 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 1,9 Prozent auf 1261 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 2,2 Prozent auf 2697 Punkte.

Finanztitel grosse Gewinner

Zu den Gewinnern gehörten die Finanzwerte. Die Aktien der Citigroup stiegen um 3,2 Prozent. Die Titel von JP Morgan legten mehr als zwei Prozent zu. Auf den Verkaufslisten der Börsianer standen dagegen die Anteilsscheine von Kellogg .

Das Papier des weltgrössten Cornflakes-Herstellers brach 7,6 Prozent ein. Zuvor hatte der Konzern einen Gewinnrückgang vermeldet. Im dritten Quartal fiel der Überschuss vor allem wegen zusätzlicher Logistikkosten um 14 Prozent auf 290 Millionen Dollar.

Ebenfalls deutlich abgestraft wurden die Aktien des Modeunternehmens Abercombie & Fitch mit einem Kurseinbruch von rund 20 Prozent. Der Konzern hatte zuvor enttäuschende Umsatzzahlen für das dritte Quartal ausgewiesen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,06 Milliarden Aktien den Besitzer. 2339 Werte legten zu, 653 gaben nach und 82 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,11 Milliarden Aktien 1860 im Plus, 635 im Minus und 98 unverändert.

(rcv/sda)