Der Dow Jones Industrial hat zum ersten Mal seit einer Woche unter 11'400 Punkten geschlossen.

Ein deutscher Regierungssprecher habe den Erwartungen über einen umfassenden Plan zur Beilegung der Schuldenkrise in der Eurozone einen Dämpfer versetzt, hiess es von Händlern.

Belastend habe auch gewirkt, dass sich die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe im Bundesstaat New York zuletzt weniger als erwartet aufgehellt hatte.

Der Dow Jones fiel um 2,13 Prozent auf 11'397 Punkte. Für den breiter gefassten S&P 500 ging es um 1,94 Prozent auf 1200 Punkte nach unten. An der Nasdaq verlor der Composite-Index 1,98 Prozent auf 2614 Punkte. Der Auswahlindex Nasdaq 100 sank um 1,58 Prozent auf 2334 Punkte.

Citigroup rutscht ins Minus

Alle Sektoren im S&P 500 verzeichneten Verluste. Am geringsten fielen diese bei den als defensiv eingestuften Versorgern aus. Am meisten verloren Rohstofftitel und Finanzwerte.

Citigroup verloren nach einem festen Start 1,65 Prozent auf 27,93 US-Dollar. Die drittgrösste Bank der Vereinigten Staaten hatte den Gewinn im dritten Quartal deutlicher gesteigert als von Analysten erwartet worden war und will zudem im kommenden Jahr wieder eine Dividende zahlen oder eigene Aktien zurückkaufen.

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Wells Fargo rutschten um 8,44 Prozent auf 24,42 Dollar ab. Hier war der Erlösrückgang im dritten Quartal grösser als befürchtet ausgefallen. Die Anteilsscheine von IBM verloren im Dow Jones kurz vor der Bekanntgabe von Quartalszahlen 2,07 Prozent auf 186,59 Dollar.

Pipeline-Gigant im Anmarsch

Kinder Morgan kletterten um 5,08 Prozent auf 75,14 Dollar nach oben. Der Gaspipeline-Betreiber will den heimischen Rivalen El Paso für rund 21 Milliarden Dollar in bar und eigenen Wertpapieren den Rivalen kaufen.

Dadurch würde der grösste Pipeline-Betreiber in den Vereinigten Staaten und der nach eigenen Angaben viertgrösste US-Energiekonzern überhaupt entstehen. El-Paso-Titel sprangen um 24,81 Prozent auf 24,45 Dollar nach oben./he/ck

(tno/awp)