Mit einer Klage wollen die Finanzbranchen-Verbände die geplante schärfere Regulierung des Handels mit Öls, Metallen und Getreide stoppen.

Die Handelsvereinigungen argumentierten am Freitag, dass die neuen Regeln den Märkten schaden könnten. Die Vorschriften hätten Mängel, reduzierten die Liquidität und erhöhten die Volatilität, warnten die Verbände.

Die USA wollen auf den Rohstoffmärkten durchgreifen und Spekulationsgeschäfte einschränken. Die CFTC hatte im Oktober nach langer und kontroverser Debatte einen Entwurf zur Regulierung verabschiedet, der die Spielregeln des milliardenschweren Geschäfts grundlegend verändern würde.

Kernpunkt ist der Vorschlag, die Zahl der von einem Händler gehaltenen Kontrakte zu begrenzen. CFTC-Chef Gary Gensler verspricht sich davon eine Beruhigung der Preisentwicklung. Weite Teile der Branche wollen sich solche Fesseln aber nicht anlegen lassen und warnten davor, dass Investitionen dann nach Übersee auf weniger streng regulierte Märkte abwandern.

Der Entwurf ist Teil der Umsetzung des Dodd-Frank-Gesetzes, mit dem die USA die Lehren aus der Finanzkrise ziehen wollen. Die in den USA vorgeschlagenen Einschränkungen würden eine jahrhundertealte Praxis beenden. Banken wie Morgan Stanley und Agrarhändler wie Cargill wären gezwungen, einen wichtigen Geschäftszweig zurückzufahren.

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Auch der Zufluss von Investorenkapital und das Engagement von Hedgefonds liessen nach. Andererseits hoffen Luftfahrtgesellschaften und Landwirtschaft auf einen besseren Schutz vor einer Erhöhung ihrer Kosten. Entwicklungshelfer und Ernährungslobbyisten werfen den Spekulanten seit langem vor, Hunger und Not in der Welt zu vergrössern.