Die Schweizer Börse zeigt sich in der Eröffnungsphase zum Wochen- und Quartalsanfang deutlich schwächer. Schwache Vorgaben aus Übersee und Sorgen über die jüngsten Entwicklungen in der Eurokrise würden den Markt belasten, hiess es unter Beobachtern. Derzeit fehle es an positiven Nachrichten.

Gegen 10.20 Uhr verliert der SMI um 1,39 Prozent auf 5455 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gibt 1,91 Prozent auf 804 Punkte nach und der Swiss Performance Index (SPI) um 1,41 Prozent auf 4936 Punkte. Europaweit verlieren die wichtigsten Handelsplätze indessen deutlicher. In Deutschland verliert der Dax um rund 2,6 Prozent.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index zuvor 1,8 Prozent tiefer mit 8545 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 1,9 Prozent auf 747 Punkte. Auch an anderen Handelsplätzen in Asien ging es kräftig bergab, insbesondere in Hongkong. Der MSCI-Index für den Asien-Pazifik-Raum mit Ausnahme Japans gab um 3,6 Prozent nach.

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Slowakai macht Sorgen

Die griechische Regierung kündigte an, das Defizitziel dieses Jahr zu verfehlen. An der Wall Street hatte sich die Abwärtsbewegung am Freitag nach Handelsschluss der europäischen Börsen noch verstärkt.

Weiter kündigte in der Slowakei die mitregierende Partei SaS massiven Widerstand gegen die Aufstockung des Euro Rettungsschirms an, für den die Zustimmung aller 17 Euro-Staaten erforderlich ist. Entsprechend ist die Gemeinschaftswährung im frühen Handel gegenüber dem Dollar phasenweise auf den tiefsten Stand seit Mitte Januar gesunken.

Angesichts der wieder gestiegenen Verunsicherung und der anhaltenden Konjunktursorgen sind am Schweizer Aktienmarkt vor allem Finanztitel und zyklische Werte deutlich unter Druck. So verlieren die Grossbankaktien USB (-4,27 Prozent) und CS (-4,58 Prozent) markant. Julius Bär (-3,06 Prozent) halten sich etwas besser.

Nur Holcim im Plus

Unter den zyklischen Werten fallen Transocean (-3,08 Prozent) durch grössere Abgaben auf. Der Luxusgüteraktien Swatch (-3,18 Prozent) gehört ebenfalls zu den grösseren Verlierern.

Defensiven Titel wie Nestlé (-0,6 Prozent), Roche (-0,9 Prozent) und Novartis (-1,0 Prozent) kommen etwas besser weg. Nestlé Schweiz hatte einen Verkaufsstopp für Nespresso-Nachahmerkapseln bei Media Markt und Saturn erwirkt.

Als einziger SMI-Wert im Plus stehen Holcim (2,11 Prozent). Die Zürcher Kantonalbank hatte die Titel des Baustoffkonzerns am vergangenen Freitag auf «Übergewichten» hochgestuft und die Titel in ihr Aktienportfolio «Schweiz Standardwerte» aufgenommen.

(tno/vst/awp)