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Prognose
Grübel warnt vor «grösstem Crash aller Zeiten»

Oswald Grübel: «Nie dagewesene Reputationszerstörung».   Keystone

Der ehemalige Konzernchef der UBS und der Credit Suisse sieht dunkle Wolken am Horizont. Wegen der zunehmenden Regulierung der Banken und der Politik der Zentralbanken sieht er die Börsen in Gefahr.

Veröffentlicht am 08.06.2014

Der ehemalige Spitzenbanker Oswald Grübel kritisiert die zunehmende Regulierung und die aus seiner Sicht willkürliche Bestrafung von Banken scharf. «Wir erleben eine noch nie dagewesene Reputationszerstörung», schreibt er in seiner wöchentlichen Kolumne in der «Schweiz am Sonntag». Nach der Finanzkrise seien die globalen Banken sofort als Schuldige ausgemacht worden.

Die Geldhäuser würden verantwortlich gemacht für Steuerhinterziehung ihrer Kunden, Marktmanipulationen und andere Vergehen. «Darauf folgten Anklagen und Strafen von Staaten und Regulatoren mit oft willkürlich festgesetzten Milliardenbeträgen», schrieb der ehemalige Konzernchef der UBS und der Credit Suisse, ohne explizit auf die Milliardenstrafe der CS in den USA Bezug zu nehmen.

Fatale Folgen für die Branche

Die «Reputationszerstörung» hat laut Grübel fatale Folgen. Die Banken zögen sich aus den Geschäftszweigen zurück, für die sie bestraft wurden. «Das heisst, sie werden weniger international und mehr national, ganz im Sinne der Regulatoren. Sie verabschieden sich aus der Marktmacherfunktion schon heute.» So gingen beispielsweise die Umsätze im Devisenhandel rasant zurück.

Hinzu kommt gemäss Grübel, dass die Zentralbanken weltweit in den vergangenen fünf Jahren ihre Bilanzen aufgebläht hätten. «Aus den folgen dieser Aktionen wird eine neue Geschichte, über die wir uns in weiteren fünf Jahren empören können» warnt er. «Der grösste Crash aller Zeiten ist vorprogrammiert und man wird natürlich den bis dahin total ausgeraubten Banken die Schuld geben.»

(sda/se)

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