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Finanzmärkte
«Hongkong kann die Korrektur weiter treiben»

Proteste in Hongkong: Die Entwicklung wird die Kurse beeinflussen.   Keystone

Oktober ist oft ein volatiler Monat für die Märkte. Die Proteste in Hongkong und andere Faktoren könnten dies bestärken. CS-Analystin Anja Hochberg erklärt, worauf Anleger diese Woche achten sollten.

Von Andrea Marthaler
am 06.10.2014

Welche Ereignisse werden die kommende Woche prägen?
Anja Hochberg*: In der kommenden Woche steht insbesondere die erste Quartalsberichterstattung der Unternehmen in den USA im Fokus. Wichtige makroökonomische Antriebskräfte für die Börse werden die EZB-Sitzung und die Arbeitsmarktzahlen in den USA von letzter Woche sein. Zudem werden uns die chinesischen Proteste weiter beschäftigen.

Wie werden diese die Schweizer Börse beeinflussen?
Der Fokus bei den Unternehmenszahlen liegt vor allem auf zwei Dingen. Erstens, können die Gewinne positiv überraschen? Zweitens, kann dies insbesondere durch höhere Umsätze erzielt werden? Diese Kombination gilt als börsenfreundlichste, da sie eine Bestätigung für ein positives Makro-Szenario ist. Allerdings ist der Oktober ein traditionell volatiler Monat. Leichte Gewinnenttäuschungen in Kombination mit einer Intensivierung des Konflikts in Hongkong können so die aktuelle Korrektur noch etwas weiter treiben. Verunsichern sollte man sich dadurch aber nicht lassen.

Ihr Ratschlag für Anleger für die kommende Woche?
Wir erwarten weiterhin eher etwas schwankungsintensivere Tage, an denen es gilt, die Langfriststrategie im Auge zu behalten.

Wo drohen nächste Woche Verluste?
Im Vorfeld der anstehenden Asset Quality Review der EZB sollte man insbesondere auch die kaptalschwächeren Banken in der EU im Auge behalten.

*Dr. Anja Hochberg ist Chief Investment Officer für die Region Schweiz und Europa bei der Credit Suisse. Vor ihrem Eintritt in die Bank 2001 war Anja Hochberg in der Volkswirtschaftsabteilung der Landesbank-Hessen Thüring als Analystin tätig. Anja Hochberg hat nach ihrem Studium in Berlin und einem Nachdiplomstudium in Brügge ein Doktorat an der University of Wales gemacht, wo sie auch während vier Jahren als Dozentin im Bereich internationale Finanzmärkte tätig war.

Das vollständige Interview lesen Sie auf unserer Schwester-Publikation Finanzen.ch.

 
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