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Börse
Kaba-Aktie steigt: Anleger begeistert von Fusionsplänen

Schlösser von Kaba: Die Aktie des Unternehmens ist gesucht. Keystone

Die Aktie von Kaba legt deutlich zu, nachdem die Firma Pläne zu einer Fusion mit Dorma bekannt gegeben hat. Auch Analysten sehen den Zusammenschluss positiv - sind aber skeptisch bei den Margenzielen.

Veröffentlicht am 30.04.2015

Die Namenaktie der Kaba Holding ist mit einem kräftigen Kursplus in den Morgenhandel gestartet. Das Unternehmen hatte vorbörslich gemeldet, dass es sich mit der deutschen Gruppe Dorma zur Dorma+Kaba Holding zusammenschliessen will.

In Analystenkreisen werden die Fusionspläne im Allgemeinen wohlwollend aufgenommen. Indes werden die Margenziele der neuen Gruppe derzeit als ambitiös betrachtet.

Mehr als 9 Prozent im Plus

Bis 10.40 Uhr legte die Kaba-Aktie in regem Handel um 9,2 Prozent auf 617 Franken zu. Das Tageshoch war gar bei 670 Franken erreicht worden. Bis dato sind bereits etwas mehr als 34'400 Titel gehandelt. An einem durchschnittlichen Handelstag wechseln rund 11'000 Aktien die Hand. Der Gesamtmarkt SPI notierte derweil um 0,4 Prozent im Minus.

Man sei der Überzeugung, dass die kombinierte Gruppe von Synergieeffekten und Kosteneinsparungen profitieren könne, meinten die Analysten der Privatbank Vontobel. So gesehen dürfte die neue Gruppe wohl schneller wachsen, als es Kaba alleine möglich gewesen wäre. Nicht zuletzt sei die deutsche Dorma in den letzten 15 Jahren schneller gewachsen als das Schweizer Unternehmen.

Margenziel ambitiös

Das Ziel einer Betriebsgewinnmarge auf Stufe EBITDA von 13,5 Prozent für die neue Gruppe erachteten die Vontobel-Analysten zwar als ambitiös. Ins selbe Horn stiess die UBS.

Aber die bisherigen Kaba-Aktionäre würden künftig an einer grösseren Gruppe mit besseren Wachstumsaussichten partizipieren, kommentierte Vontobel. Die angekündigte Sonderdividende von 50 Franken kompensiere zudem die Kapitalerhöhung.

Schritt nach vorne

Die UBS wiederum wies darauf hin, dass Dorma+Kaba im weltweiten Branchenvergleich mit einem Marktanteil von rund 5,2 Prozent zur Nummer drei aufsteigen werde.

Die vorgeschlagene Fusion sei mit Blick auf Strategie und Entwicklung der beiden Unternehmen gewiss ein grosser Schritt nach vorne, hiess es derweil beim Finanzinstitut Baader Helvea. Nicht zuletzt wegen des zunehmenden globalen Wettbewerbsdrucks durch Konkurrenten wie Assa Abloy und Allegion (eine Abspaltung von Ingersoll Rand) sei eine Fusion sinnvoll.

(sda/tno/ama)

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