Der Dow Jones Industrial sprang - allerdings bei dünnem Umsatz - wieder über die Marke von 12'000 Punkten und gewann 2,19 Prozent auf 12'154 Zähler. Auf Wochensicht legte er damit um 1,42 Prozent zu. Der S&P 500 zog um 1,95 Prozent auf 1264 Punkte an. An der Technologiebörse Nasdaq kletterte der Composite-Index um 2,04 Prozent auf 2679 Punkte und der Auswahlindex Nasdaq 100 verbesserte sich um 1,89 Prozent auf 2.356 Punkte.

Italien hat einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Beendigung der tiefen Regierungskrise gemacht und ermutigte die Anleger laut Marktteilnehmern damit wieder zu mehr Risiko. Der Senat in Rom billigte am Freitag ein Reform- und Sparpaket zur Eindämmung der Schuldenkrise. Die Abstimmung in der grossen Kammer, dem Abgeordnetenhaus, wird für diesen Samstag erwartet. Danach könnte Ministerpräsident Silvio Berlusconi zurücktreten und Ex-EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti mit der Regierungsbildung beauftragt werden, wie italienische Medien übereinstimmend berichteten. Auch Daten der Uni Michigan sorgten für positive Stimmung: Der Konsumklima-Index hatte sich von 60,9 Punkten im Vormonat auf 64,2 Zähler verbessert - Volkswirte hatten lediglich mit 61,5 Punkten gerechnet.

Walt Disney an der Spitze

An der Dow-Spitze setzten sich die Aktien von Walt Disney nach einem Gewinnsprung mit plus 5,95 Prozent auf 36,70 US-Dollar ab. Vor allem die Einnahmen der Disney-Familienprogramme und der ESPN-Sportkanäle hatten dem Unterhaltungskonzern im vierten Geschäftsquartal die Kasse gefüllt.

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Auch die zuletzt in der Gunst der Anleger nicht hoch stehenden Bankentitel zogen deutlich an: So gewannen Papiere von JPMorgan 1,65 Prozent auf 33,28 Dollar, während Aktien der Bank of America gar um 2,99 Prozent auf 6,21 Dollar anzogen.

Caterpillar verteuerten sich um 4,26 Prozent auf 96,13 Dollar. Der weltgrösste Baumaschinenhersteller will sein China-Geschäft mit der Übernahme des in Hongkong notierten Spezialausrüster ERA Mining Machinery stärken. Das US-Unternehmen, das den Bergbau als eine der Wachstumsindustrien ausgemacht hat, bietet dafür nach eigenen Angaben 887 Millionen Dollar (rund 650 Millionen Euro). Der Kaufpreis entspreche einer Prämie von 33 Prozent auf den letzten Schlusskurs der ERA-Aktie.

Als defensiver geltende Papiere aus dem Telekom- und Pharmabereich waren indes weniger gefragt. So legten Verizon Communications am Indexende nur unterdurchschnittliche 0,51 Prozent auf 37,52 Dollar zu und AT&T erging es mit plus 0,89 Prozent auf 29,42 Dollar kaum besser. Drittschwächster Wert waren Pfizer mit einem Aufschlag von 1,01 Prozent auf 19,99 Dollar.

Nvidia nach verhaltenem Start fest

Nvidia zogen als Nachzügler in der Berichtssaison nach verhaltenem Handelsstart letztlich auch um deutliche 3,52 Prozent auf 14,98 Dollar an. Umsatz und Gewinn des Grafikkartenherstellers hatten im dritten Quartal über den Analystenschätzungen gelegen.

(laf/awp)