Der Dow Jones Industrial verbesserte sich am dritten Gewinntag in Folge um weitere 1,27 Prozent auf 11'246,73 Punkte, nachdem er im frühen Handel belastet von Nachrichten zum EFSF-Rettungsschirm aus Österreich sogar kurzzeitig wieder unter die Marke von 11'000 Punkten gerutscht war. Seinen Tageshöchststand von 11'386 Punkten konnte der Leitindex aufgrund von Gewinnmitnahmen im späten Handel allerdings nicht verteidigen. Der marktbreite S&P 500 gewann zur Wochenmitte 1,35 Prozent auf 1188,68 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq kletterte der Composite-Index um 1,60 Prozent auf 2572,55 Punkte, während der Auswahlindex Nasdaq 100 um 1,45 Prozent auf 2252,75 Punkte zulegte.

 

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy seien "überzeugt, dass die Zukunft Griechenlands in der Euro-Zone ist". Das teilte die Bundesregierung am Mittwochabend in Berlin nach einer etwa 20-minütigen Telefonkonferenz Merkels und Sarkozys mit dem griechischen Regierungschef Giorgos Papandreou mit. Der griechische Ministerpräsident seinerseits sagte den Angaben zufolge "die absolute Entschlossenheit seiner Regierung" zu, alle nötigen Massnahmen zu ergreifen, um die gegebenen Zusagen in ihrer Gesamtheit umzusetzen. Freundliche europäische Börsen dank der Aussicht auf Hilfen Chinas für die Eurozone hatten bereits einen positiven Trend vorgegeben und negative Wirtschaftsdaten in den Hintergrund gedrängt.

Dell profitiert von Aktienrückkauf

Aktien von Dell gewannen 3,34 Prozent auf 14,86 Dollar, nachdem der Verwaltungsrat des Computerherstellers weitere Aktienrückkäufe mit einem Umfang von fünf Milliarden Dollar genehmigt hat. Die Verschlankung des Geschäfts und Einsparungen habe aussergewöhnlich viel Geld in die Kasse gespült, sagte Finanzchef Brian Gladden am Vorabend. Zusammen mit den knapp 2,2 Milliarden Dollar aus einem alten Rückkauf kann Dell nun für 7,2 Milliarden Dollar Aktien erwerben.

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Im Leitindex gab es derweil bei 30 Werten nur einen Verlierer - Cisco Systems büssten 0,12 Prozent ein auf 16,33 Dollar. Besonders stark präsentierten sich indes Home Depot mit einem Zuwachs von 2,69 Prozent auf 33,54 Dollar.

Um 7,08 Prozent rutschten die Aktien des vom Lebensmittelkonzern ConAgra Foods umworbenen Konkurrenten Ralcorp Holdings ab. ConAgra verliert bei seinem Plan allmählich die Geduld. Das Unternehmen will sein Übernahmeangebot von 94 Dollar je Aktie zurückziehen, falls sich Ralcorp bis zum 19. September weiterhin nicht gesprächsbereit zeigt. ConAgra-Papiere verbillligten sich um 2,54 Prozent auf 23,45 Dollar.

(laf/awp)