Nach den schweren Kurseinbrüchen vergangene Woche haben die chinesischen Aktienmärkte am Montag zum Handelsbeginn wieder deutlich nachgegeben. Der Shanghai Composite Index öffnete um 1,71 Prozent niedriger, während der Shenzhen Component Index um 2,13 Prozent nachgab. Der ChinNext Index für Technologiewerte, der dem amerikanischen Nasdaq ähnelt, verlor um 2,7 Prozent.

Im Verlaufe des Handelstages bauten die Indizes die Verluste noch deutlich aus. Der Shanghai Composite Index sackte um 5,33 Prozent ab, während der Shenzhen Component Index sogar 6,12 Prozent verlor. Der ChiNext Index lag mit 6,34 Prozent im Minus.

Schweizer Börse schwächer erwartet

Die Verluste dürften Auswirkungen auf die Aktienmärkte in Europa haben. Die Schweizer Börse ist denn auch schwach in die Woche gestartet und bleibt bis zum Mittag ohne klare Richtung. Am Freitag war der Leitindex um 2,3 Prozent gefallen und hatte damit in der ersten Handelswoche des neuen Jahres mehr als 6 Prozent eingebüsst.

Am Montag hatte die chinesische Notenbank den Yuan zwar aufgewertet und damit Spekulationen um einen Abwertungswettlauf zur Ankurbelung der Konjunktur gedämpft. Gleichzeitig stiftete sie aber auch Verwirrung um den währungspolitischen Kurs.

Weltweites Börsenbeben

Der schwere Kursrückgang in China seit vergangener Woche konnte bislang nur durch massive staatliche Interventionen gebremst werden. Das Börsenbeben in China hatte die Aktienmärkte weltweit in den Keller gezogen. Auch am Montag lagen andere asiatische Börsen wieder deutlich im Minus.

(awp/reuters/me/moh)

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