1. Home
  2. Invest
  3. Missglückte Studie lässt Basilea abstürzen

Candidämie
Missglückte Studie lässt Basilea abstürzen

Basilea in Basel: Isavuconazole (Cresemba) ist wirkungslos. Keystone

Die Aktie des Basler Pharma-Unternehmens ist am Donnerstag massiv unter Druck geraten. Grund ist eine missglückte Studie für ein Pilzmedikament. Analysten haben das Kursziel nach unten korrigiert.

Veröffentlicht am 30.07.2015

Die Aktien von Basilea stehen am Donnerstag im frühen Handel stark unter Druck. Das Pharma-Unternehmen hat vorbörslich einen Studienmisserfolg melden müssen; und zwar wurden die primären Ziele einer Phase-3-Studie des Medikamentes Isavuconazole (Cresemba) zur Behandlung der Pilzkrankheit Candidämie nicht erreicht. Erste Analysten haben das Kursziel für die Aktie bereits stark gesenkt.

Die Basilea-Aktie notiert kurz nach Eröffnung um 09.25 Uhr 9,6 Prozent tiefer auf dem Stand von 107,70 Franken, dies in einem ansonsten leicht freundlichen Gesamtmarkt. Im bisherigen Tief war das Papier gar bis 106,10 Franken gefallen. Auch die Volumen sind sehr hoch, wurde doch bereits mehr als doppelte Tagesvolumen der letzen Wochen umgesetzt.

Kursziel um 20 Franken gesenkt

Bereits reagiert auf die News haben die Analysten von Kepler Cheuvreux. Sie haben ihr Kursziel für die Basilea-Papiere um 20 Franken auf 130 Franken gesenkt. Der Misserfolg sei eine grosse Überraschung, heisst es in einem Kommentar. Das Marktpotenzial für die Indikation sei bei rund 1,5 Milliarden Franken pro Jahr, so dass der Fair Value von Basilea um etwa 20 Franken sinke. Der zuständige Analyst senkt auch seine Gewinnprognosen um rund 20 Prozent ab dem Jahr 2017. Er hält aber an seiner Kaufempfehlung für das Papier fest, da für das Kursziel von 130 Franken nach dem Minus in der Eröffnung genügend Aufwärts-Potenzial da ist, wie er schreibt.

Die News seien sehr enttäuschend, heisst es bei Safra Sarasin; zumal Candidämie eine grössere Indikation sei als etwa Aspergillosis und Mucormycosis, für die Basilea in nächster Zeit eine Zulassung erhalten sollte. Allerdings hält der zuständige Analyst ebenfalls an seiner Kaufempfehlung fest, da die Aktie mit einer Marktkapitalisierung von nur 1,2 Milliarden Franken, Cash von über 200 Millionen Franken und zugelassen Produkten wie Zevtera unterbewertet sei.

(awp/gku/ama)

Anzeige