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Börse
Monte dei Paschi erneut vom Handel ausgesetzt

Banca Monte dei Paschi di Siena: Die Kapitalerhöhung übersteigt den aktuellen Börsenwert. Keystone

Eine Kapitalerhöhung macht Monte-dei-Paschi-Anleger nervös: Die Aktien der ältesten Bank der Welt sind vom Handel ausgesetzt worden. Die Diskrepanz zwischen Kauf- und Verkaufsaufträgen war zu gross.

Veröffentlicht am 26.05.2015

Die milliardenschwere Kapitalerhöhung für die angeschlagene italienische Banca Monte dei Paschi di Siena macht die Anleger nervös. Nach einem erneuten Kursrutsch von rund 9 Prozent wurden die Aktien am Dienstag zeitweise vom Handel ausgesetzt. Bereits am Montag hatte die Börse die Notbremse gezogen und den Handel mit den Papieren vorübergehend eingestellt. Grund: Die grosse Diskrepanz zwischen Kauf- und Verkaufsaufträgen.

Monte Paschi war beim Check der Europäischen Zentralbank (EZB) als schlechteste Grossbank durchgefallen. Um die ermittelte Kapitallücke zu schliessen, will sich die älteste Bank der Welt mit der Ausgabe neuer Aktien frisches Kapital besorgen. 3 Milliarden Euro sollen dabei zusammenkommen.

EZB verlangt mehr

Das übersteigt den aktuellen Börsenwert, der nur bei gut 2 Milliarden Euro liegt. Dennoch dürfte die Kapitalerhöhung erfolgreich über die Bühne gehen, da sich eine Gruppe von Investmentbanken dazu verpflichtet hat, alle unverkauften Aktien zu übernehmen.

Die EZB hat bereits klar gemacht, dass die geplante Kapitalerhöhung nicht zur Lösung der Probleme ausreicht. Die Bank hat zahlreiche Kredite mit hohem Ausfallrisiko im Portfolio, zudem eine schwache Kapitalbasis und eine nur magere Gewinnausbeute. 

(reuters/tno/ama)

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