Die Aktienmärkte in Fernost haben nach der jüngsten Rally eine Verschnaufpause eingelegt. Während die Tokioter Börse nochmals leicht zulegte und der Leitindex Nikkei den besten Januar seit 15 Jahren erlebte, kam es an anderen Handelsplätzen wie in Australien und Hongkong zu Gewinnmitnahmen.

Die US-Notenbank sorgte mit ihrer Entscheidung, weiter an ihrer lockeren Geldpolitik festzuhalten, für eine positive Grundstimmung. Hinzu kam das Wissen, dass die japanische Zentralbank weiter Geld in die Wirtschaft pumpt.

«Das Jahr 2013 ist mit viel Optimismus gestartet», fasste CommSec-Stratege Craig James zum Monatswechsel die Stimmung am Markt zusammen. US-Politiker hätten gezeigt, dass sie sich den Problemen stellten, aus Europa kämen keine weitere Horrormeldungen und die chinesische Wirtschaft entwickle sich ebenfalls wieder besser.

Psychologische Marke geschlagen

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss mit einem Plus von 0,2 Prozent auf 11'138 Punkte und damit erneut über der psychologisch wichtigen Marke von 11'000 Stellen. Der breiter gefasste Topix-Index legte 0,6 Prozent auf 940 Zähler zu. Auch die Börsen in Taiwan und Shanghai lagen im Plus.

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In Südkorea, Australien, Hongkong und Singapur verbuchten die Märkte dagegen leichte Verluste. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans verlor 0,4 Prozent. An den vergangenen beiden Tagen war der Index um 1,3 Prozent und damit in die Nähe eines 18-Monatshochs gestiegen.

Finanztitel als Treiber

In Tokio stachen vor allem die Finanztitel hervor. Nach den guten Zahlen der Sumitomo Mitsui Financial Group setzten Analysten auf gute Ergebnisse der anderen beiden grossen japanischen Geldhäuser Mitsubishi UFJ Financial Group und Mizuho Financial Group. Die SMFG-Aktie stieg 5,2 Prozent. Das Institut hat allein mit seinem Ergebnis in neun Monaten seine Prognose fürs Gesamtjahr übertroffen. Das Mitsubishi-Papier gewann 3,6 Prozent, die Mizuho-Aktie verteuerte sich um 2,8 Prozent.

Zu den Verlierern gehörten Aktien des Chipausrüsters Advantest, die 1,8 Prozent einbüssten. Das Unternehmen legte Zahlen vor, die schwächer als erwartet waren. Für das Gesamtjahr rechnet Advantest mit einem niedrigeren Betriebsgewinn als bislang angenommen. Nintendo-Papiere gaben mit fünf Prozent nach. Der Videospiele-Hersteller kündigte für das zweite Jahr in Folge einen Betriebsverlust an.

(vst/aho/sda)