Anleger sorgten sich zunehmend, dass die Schuldenkrise in der Euro-Zone zu einer Kreditklemme führen könnte, falls die Finanzierungskosten ausser Kontrolle gerieten. Auch ein Treffen der zwischen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, Italiens neuem Regierungschef Mario Monti und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy überzeugte nicht.

Die Regierungschefs betonten zwar ihren Willen, die Schuldenkrise in Europa gemeinsam zu bewältigen. Merkel hielt zur Enttäuschung der Märkte jedoch daran fest, keine Euro-Bonds einführen zu wollen.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gab am Freitag knapp um 0,1 Prozent auf 8160 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix-Index schloss mit einem Plus von 0,1 Prozent auf 706 Zähler.

Die Märkte in Singapur, Südkorea, Australien, Taiwan, Hongkong und Shanghai verzeichneten Verluste. Vor allem die Aktien von Autoherstellern und Rohstoffkonzernen machten Abschläge. Kia Motors in Seoul gaben 4,6 Prozent nach. Impulse aus den USA fehlten, da an den US-Börsen wegen des Thanksgiving-Feiertages nicht handelten.

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Bei den Einzelwerten in Japan stach erneut der Kamerahersteller Olympus hervor. Der frühere Präsident des in einen Bilanzskandal verwickelten Unternehmens, Tsuyoshi Kikukawa, und der frühere Vize-Präsident Hisashi Mori gaben ihre Direktoriumsposten am Donnerstag auf. Der Anteilsschein gewann 8,6 Prozent.

Der Euro geriet in Asien erneut unter Druck. Die Gemeinschaftswährung fiel mit 1,3302 Dollar auf ein neues Sieben-Wochen-Tief.

(laf/vst/sda)