Eine Umsatzwarnung des Chipherstellers Intel und Zweifel an den jüngsten EU-Beschlüssen zur Bekämpfung der Euro-Schuldenkrise haben die US-Aktienmärkte ins Minus gezogen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,3 Prozent schwächer bei 12021 Punkten. Im Verlauf pendelte er zwischen 11940 und 12181 Stellen.

Der breiter gefasste S&P-500 fiel 1,5 Prozent auf 1236 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 1,3 Prozent auf 2612 Punkte. Der Dax rutschte um 3,4 Prozent auf 5785 Zähler ab und schloss damit auf dem tiefsten Stand seit Ende November.

Branchenprimus Intel senkte wegen Lieferengpässen im Zuge der Überschwemmungen in Thailand seine Erwartung für den Erlös im vierten Quartal um rund eine Milliarde Dollar. Der weltgrösste Chiphersteller rechnet nun mit 13,7 Milliarden Dollar - plus oder minus 300 Millionen. Bislang hatte die Firmenprognose bei 14,7 Milliarden Dollar gelegen. Die Aktien des Unternehmens verloren um rund 4 Prozent.

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Bankentitel auf den Verkaufszetteln

Zudem warnten die US-Ratingagenturen Moody's und Fitch, die Beschlüsse der EU-Staats- und Regierungschefs vom vergangenen Freitag gingen nicht weit genug.

Zu den Verlierern zählten ausserdem Bankenwerte. Händler machten Ängste vor einer Kreditklemme in Europa im Zuge der Schuldenkrise für die Abschläge verantwortlich.

Die Anteilsscheine der Bank of America verbilligten sich um 4,7 Prozent, die der Citigroup um 5,4 Prozent. Die Papiere von Goldman Sachs liessen 3,4 Prozent nach.

(tno/awp)