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Börse
Rekorde bei Dow und Dax - SMI nur auf Vortagsniveau

Dax startet auf Rekordhoch - 13.000 Punkte im Visier
Dax: Die Wirtschaft in den USA und in Europa brummt. Keystone

An der Wall Street und an der deutschen Börse haben die Leitindizes trotz der Katalonien-Krise neue Rekordwerte erreicht. Etwas zurückhaltender zeigten sich die Schweizer Anleger.

Der Streit um eine Loslösung Kataloniens von Spanien bereitet Anlegern Kopfzerbrechen. Dank der brummenden Konjunktur und der Rekordjagd an der Wall Street markierte der Dax am Mittwoch mit 12'976,24 Punkten aber einen neuen Bestwert und schloss 0,5 Prozent im Plus bei 12'970,52 Zählern. An der Wall Street kletterte der US-Standardwerteindex Dow Jones den dritten Tag in Folge auf ein Rekordhoch. Etwas zurückhaltender waren die Anleger in der Schweiz, der SMI schloss mit 9284 Punkten auf dem Vortagesniveau.

 «Das weltweite Wachstum zieht an», sagte Greg McKenna, Chef-Anlagestratege des Brokerhauses AxiTrader. «Dabei sind die Auswirkungen möglicher Steuersenkungen und Infrastruktur-Ausgaben in den USA noch gar nicht eingerechnet.» Wegen der Katalonien-Krise fiel der Leitindex der Börse Madrid dagegen zeitweise auf ein Sieben-Monats-Tief von 9948,10 Zählern und drückte den EuroStoxx50 0,3 Prozent ins Minus auf 3593,62 Punkte.

Bank-Titel stark unter Druck

Besonders hart traf es Banco de Sabadell und Caixabank, die in Katalonien beheimatet sind und deren Aktien 5,7 und fünf Prozent einbüssten. In ihrem Sog rutschten auch andere Banken des Landes und der Euro-Zone ab. Der spanische Branchen-Index gab 4,2 Prozent und sein Pendant für die Euro-Zone 2,3 Prozent nach. Anleihen des Königreichs warfen Investoren ebenfalls aus ihren Depots. Dies trieb die Renditen der zehnjährigen Titel auf ein Sechseinhalb-Monats-Hoch von 1,795 Prozent.

Da der spanische König Felipe VI. die Polizeigewalt während des Referendums vom Wochenende nicht verurteilt habe, bekämen die katalanischen Separatisten sicher weiteren Zulauf, sagte Analyst David Madden vom Online-Broker CMC Markets. Dem katalanischen Regierungschef Carles Puigdemont zufolge ist die Proklamation der Unabhängigkeit nur noch eine Frage von Tagen.

Neuer Name für die Fed-Spitze

Am Devisenmarkt drehte sich die Diskussion um den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank Fed. Einem Medienbericht nach gilt der Notenbanker Jerome Powell als heisser Kandidat für die Nachfolge der Fed-Chefin Janet Yellen, deren Amtszeit im Februar ausläuft. Powell werde von Anlegern als Befürworter einer lockeren Geldpolitik gesehen, der die Zügel äusserst langsam anziehen werde, urteilte Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann. Daraufhin gab der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigsten Währungen widerspiegelt, 0,1 Prozent nach. Im Gegenzug verteuerte sich der Euro auf 1,1758 Dollar.

Am Aktienmarkt gerieten neben den Banken die Versorger unter die Räder. Die britische Premierministerin Theresa May will die Strompreise deckeln. Daraufhin rutschten die Versorger SSE und Centrica ans Ende des Londoner Auswahlindex FTSE. Die Papiere von Centrica brachen um bis zu 7,4 Prozent ein und waren mit 176,8 Pence so billig wie zuletzt vor fast 14 Jahren. Eine Preisbremse würde den Konzern umgerechnet 226 Millionen Euro kosten und den Plan kontinuierlicher Dividendensteigerungen gefährden, sagte Analyst Neil Wilson vom Brokerhaus ETX Capital. Im Sog der britischen Strom-Erzeuger gaben EdF, Enel, E.ON, Innogy, RWE und Uniper bis zu 2,8 Prozent nach.

Monsanto im Hoch

An der Wall Street stiegen die Aktien von Monsanto dagegen zeitweise auf ein Zweieinhalb-Jahres-Hoch von 120,50 Dollar. Der Saatgut-Hersteller machte einen Quartalsgewinn von 20 Millionen Dollar, nach einem Verlust von 191 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Die Titel des deutschen Pharma- und Agrarchemie-Herstellers Bayer, der den US-Konzern übernehmen will, legten zwei Prozent zu

(reuters/mbü)

 

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