Insgesamt bewegt sich der SMI im frühen Handel weiterhin etwa im Bereich der schon seit Ende August geltenden Bandbreite zwischen rund 5200 und 5500 Punkten.

Bis um 9.30 Uhr kletterte der SMI um 2,19 Prozent nach oben auf 5519 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) legt 2,70 Prozent auf 826 Punkte zu und der Swiss Performance Index (SPI) 2,14 Prozent auf 5002 Punkte.

Der Risikoappetit der Investoren habe sich über Nacht weiter erhöht, getrieben von den Hoffnungen in die angedachten Hilfspakete für die Eurozone, hiess es in Marktkreisen.

Die in den Pipelines liegenden Pläne zur Stärkung des Euro-Rettungsschirmes, der europäischen Finanzstabilitätsfazilität (EFSF), mittels Leveraging, würden die Fantasien beflügeln. Wie dies allerdings konkret umgesetzt werden soll, bleibe noch immer im Dunkeln und die nun genährten Hoffnungen böten entsprechend grosses Enttäuschungspotential. Eine Stütze sei aber auch die Einigung im US-Senat auf ein Übergangsbudget bis Mitte November.

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Wie es in der Schuldenkrise der Euro-Staaten weitergeht bleibt spannend. Bevor am Donnerstag der deutsche Bundestag über den erweiterten Euro-Rettungsschirm entscheidet, trifft sich heute Abend die deutsche Kanzlerin Merkel mit dem griechischen Ministerpräsidenten.

Finanzwerte profitieren

An der Schweizer Börse liegen Bankentitel erneut vorn. So ziehen UBS und Credit Suisse um je 4,9 Prozent an. Mit an der Spitze stehen aber auch Swiss Life (+5,2 Prozent), Swiss Re (+4,5 Prozent) und mit etwas Abstand Bâloise (+3,9 Prozent) und ZFS (+3,6 Prozent).

Mit leichtem Abstand folgen Julius Bär (+3,4 Prozent) oder so unterschiedliche Aktien wie Adecco (+3,4 Prozent), Sonova (+3,2 Prozent), Transocean (+3,1 Prozent) und ABB (+3,0 Prozent).

Lonza (+2,7 Prozent) rangieren im breiten Mittelfeld. Am Vorabend hatte das Unternehmen eine strategische und globale Allianz mit der in der regenerativen Medizin tätigen, australischen Mesoblast bekanntgegeben. In Marktkreisen wird die Nachricht grundsätzlich positiv beurteilt.

Defensive Werte stehen im Schatten

Angesichts der aufstrebenden Börsen stehen einmal mehr die defensiven Aktien etwas im Schatten. Roche (+2,2 Prozent), Novartis (+1,8 Prozent) und Nestlé (+0,7 Prozent) liegen im hintersten Viertel der SMI/SLI-Tabelle, weisen aber dennoch solide Gewinne auf. Novartis hat in Japan Zulassungen für das Multiple-Sklerose-Medikament Gilenya und das Medikament Ilaris erhalten sowie für den Produktkandidaten NVA237 bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) in der EU ein Zulassungsgesuch eingereicht.

Für Roche hat Barclays die Gewinnprognosen und das Kursziel erhöht und die Empfehlung «Overweight» bestätigt, unter anderem wegen einer «ungebrochenen Serie von positiven Tests der Phasen I und II».

Die geringsten Avancen verzeichnen derzeit Synthes (+0,2 Prozent) und Actelion (+0,7 Prozent).

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Im breiten Markt stehen CKW unverändert bei 330 Franken, nachdem das Unternehmen für das diesen Monat auslaufende Geschäftsjahr 2010/11 ein deutlich tieferes Ergebnis als im Vorjahr angekündigt hat.

Newron (+24,5 Prozent) sollen von der finnischen Biotie Therapies übernommen werden. Die Aktie des Biopharma-Unternehmens hat sich damit dem von Biotie gebotenen Übernahmepreis genähert. Für Newron sei die Liquidität knapp und die Finanzierunglage angesichts der derzeitigen Verfassung des Kapitalmarktes äusserst schwierig, hiess es dazu bei der Bank Vontobel.

(laf/tno/sda/awp)