Das Referendum auf der ukrainischen Halbinsel Krim hat die Kurse an der russischen Börse am Montag steigen lassen. Der Index MICEX legte nach Börsenöffnung in Moskau um 1,93 Prozent zu, der Index RTS erhöhte sich um 2,11 Prozent. Inzwischen dreht die Stimmung an den Märkten allerdings:  Die Furcht vor einer wirtschaftlichen Schwächung Russlands durch Sanktionen des Westens setzte dem Rubel am Montag zu. Ein Dollar stieg in der Spitze auf ein Rekordhoch von 36,73 Rubel. Damit die Rubel-Schwäche verschwindet, müssten die Sanktionen gegen Russland schon sehr milde ausfallen, sagte Manik Narain, Emerging Markets Stratege bei der UBS.

Bei der international scharf kritisierten Abstimmung auf der Krim votierte die Bevölkerung mit überwältigender Mehrheit für einen Beitritt zu Russland. 95,5 Prozent stimmten für die Angliederung, wie die Wahlkommission am Sonntagabend nach der Auszählung der Hälfte der Stimmen mitteilte.

Schweiz schwächer erwartet

Die Schweizer Börse drehte am Montag leicht ins Plus: Am frühen Nachmittag notierte er 0,35 Prozent stärker.

Die Anleger dürften sich aber nicht nur wegen der ungewisse Entwicklung nach der vom Westen als völkerrechtswidrig eingestuften Volksabstimmung auf der Krim vorsichtig verhalten. Von grossem Interesse ist auch der Ausgang der Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank Fed am Mittwoch sowie die Veröffentlichung der vierteljährlichen geldpolitischen Lagebeurteilung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) am Donnerstag.

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(sda/reuters/moh/me)