Negativ aufgenommene US-Arbeitsmarktdaten sowie anhaltende Sorgen über die Entwicklungen in Europa haben die US-Börsen am Freitag belastet. Der Leitindex Dow Jones Industrial verzeichnete erstmals seit Ende September wieder einen Wochenverlust . In den Blick der Anleger rückte allerdings auch das sehr erfolgreich verlaufene Börsendebüt von Groupon - immerhin der grösste Internet-Börsengang seit Google im Jahr 2004.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 0,5 Prozent tiefer auf 11'983 Punkten aus dem Handel. Das Barometer pendelte zwischen 11'850 und 12'043 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 fiel 0,6 Prozent auf 1253 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,4 Prozent auf 2686 Punkte.

Der S&P verbuchte sein erstes Wochenminus seit mehr als einem Monat. Den Oktober hatte er am Montag noch als besten Monat seit zwei Jahrzehnten abgeschlossen. Das Hin und Her in der Griechenland-Krise liess den Index jedoch zuletzt ungewöhnlich stark um mehr als 1,5 Prozent pro Tag schwanken.

Die Euro-Zone holte sich beim Treffen der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) eine Abfuhr bei ihrem Bemühen, die Schlagkraft des Rettungsfonds EFSF mit Hilfe von Geldgebern aus Asien oder Lateinamerika zu erhöhen.

US-Arbeitsmarkt ohne nötigen Input

Auch der US-Arbeitsmarkt kommt nicht in Schwung: Zwar ging die Arbeitslosenquote etwas zurück, aber im Oktober entstanden weniger neue Arbeitsplätze als erwartet. Die grösste Volkswirtschaft der Welt erholt sich nach wie vor nur schleppend.

Dennoch verbuchte das Internet-Rabattportal Groupon einen furiosen Börsenauftakt. Nach einem Ausgabekurs von 20 Dollar kosteten die Aktien vorübergehend 31,14 Dollar - ein Plus von 55,7 Prozent. Mit dem Verkauf von 35 Millionen Aktien nahm das gerade einmal drei Jahre alte Online-Unternehmen 700 Millionen Dollar ein.

An der New Yorker Börse wechselten rund 0,86 Milliarden Aktien den Besitzer. 1158 Werte legten zu, 1780 gaben nach und 111 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,94 Milliarden Aktien 886 im Plus, 1565 im Minus und 130 unverändert.

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(rcv/sda/awp)