Mangels Anschlusskäufen hat die Schweizer Börse nach anfänglichen Gewinne rasch wieder verloren. Der SMI notierte um 09.30 Uhr praktisch unverändert mit 8169 Punkten. Der breite SPI ermässigte sich marginal auf 7673 Zähler. In der Vorwoche hat der Leitindex 1,3 Prozent verloren.

Trotz der positiven Vorgaben aus den USA, wo sich die Kurse am Freitag nach einem schwachen Verlauf zuletzt noch in die Gewinnzone retten konnten, trauten sich die Anleger nicht recht aus der Deckung. «Die Anleger dürften vom Kurstaucher vom Donnerstag und dem heutigen Einbruch an der der japanischen Börse wohl etwas verunsichert sein», sagte ein Händler.

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Feiertage in England und in den USA

Da am Montag die Börsen in England und in den USA feiertagsbedingt geschlossen bleiben, fehlten zudem wichtige Marktteilnehmer. Und andere Impulse sind ebenfalls dünn gesät. Im Laufe der Woche werden viele Konjunkturdaten aus den USA veröffentlicht, von denen sich die Marktteilnehmer Hinweise auf mögliche Änderungen der US-Geldpolitik erhoffen.

Die Anleger in der Schweiz werden den Fokus auf die Veröffentlichung der Uhrenexporte am Dienstag und die Generalversammlung des Uhrenkonzerns Swatch richten. Die Aktien von Swatch und Konkurrent Richemont legten ein halbes Prozent zu.

Die Kurse der Aktien der Banken Credit Suisse und UBS waren praktisch unverändert. Julius Bär rückten leicht vor.

Sarasin ohne Einfluss

Nicht mehr direkt von Belang für die Börse ist der Chefwechsel bei der Bank Sarasin. Der langjährige Chef Joachim Strähle geht, nachdem der Safra-Manager Edmond Michaan zum neuen CEO ernannt wurde. Die Sarasin-Aktie steht seit kurzem nicht mehr auf der Kursliste der Schweizer Börse.

Die Assekuranztitel tendierten mehrheitlich freundlich.

Keine grossen Kursausschläge verzeichneten die Anteile der als krisenresistent geltenden Firmen Nestlé, Novartis und Roche. Die Papiere zyklischer Firmen traten mehr oder weniger auf der Stelle. ABB und Holcim bröckelten leicht ab, Adecco und Fischer zogen leicht an.

(vst/rcv/reuters)