Der ungelöste US-Schuldenstreit lastete erneut wie Blei auf den Aktienmärkten. Auch die Warnung der Ratingagentur Moody's vor einer möglichen Abstufung Spaniens sorgte für Unruhe. Die vorherrschende Unsicherheit wurde am Nachmittag noch grösser, als verschiedene enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA vorgelegt wurden.

Gegen Handelsende baute der Leitindex SMI im Anschluss an eine Rede von US-Präsident Barack Obama dann einen Teil der markanten Verluste wieder ab, da dieser sich zuversichtlich zeigte, bis am Dienstag eine neue Schuldenregelung unter Dach zu bringen.

Der SMI gab schliesslich 1,5 Prozent auf 5783,35 Punkte nach, im Wochenvergleich ergab sich ein Minus von 4,1 Prozent. Der breite Gesamtmarkt (SPI) sank um 1,38 Prozent auf 5315,45 Punkte.

Finanzwerte weiter unter Druck

Von den Finanztiteln büssten ZFS (-2,1 Prozent) am meisten ein, während CS (-1,2 Prozent) und UBS (-0,8 Prozent) gegen Handelsende noch markant aufholten. In der abgelaufenen Woche haben beide Grossbanken die Anleger mit Quartalszahlen enttäuscht.

Die deutlichsten Verluste fuhren indes Nobel Biocare (-3,6 Prozent), Transocean (-3,4 Prozent) und Weatherford (-2,9 Prozent) ein, aber auch die konjunktursensitiven Adecco (-2,5 Prozent), ABB (-2,0 Prozent) und Richemont (-2,5 Prozent). Swatch verloren 1,6 Prozent, nachdem die Titel am Vortag noch von den sehr guten Halbjahreszahlen profitiert hatten.

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Auch die Schwergewichte Novartis (-1,9 Prozent) und Nestlé (-1,5 Prozent) zogen den SMI mit nach unten. Logitech (-0,7 Prozent) hielten die Abgaben im Anschluss an die massiven Kursverluste vom Vortag in engeren Grenzen.

Autoneum enttäuscht

SGS legten 0,1 Prozent zu, nachdem das Unternehmen eine kleine Übernahme im Bereich Umwelttests in Australien bekanntgegeben hat. Zusammen mit Givaudan und Swiss Re (je +0,4 Prozent) waren dies die einzigen Gewinner unter den Bluechips.

Auch die Papiere des Online-Traders Swissquote fielen nach Zahlen um 3,4 Prozent zurück. Swissquote bekam die Unsicherheit an den Finanzmärkten deutlich zu spüren. Calida zogen dagegen nach Zahlen um 3,6 Prozent an. Die Wäscheherstellerin hat im Vergleich mit den Vorgaben gut abgeschnitten.

(cms/sda)