Der SMI sank im frühen Geschäft auf 5899 Punkte und damit auf ein neues 52-Wochentief. Gleichzeitig rutschte der Euro erstmals unter die Marke von 1,16 Franken.

Die Anleger fürchteten nach wie vor ein Übergreifen der Euro-Krise auf Italien. Die in der zweiten Tageshälfte erfolgreich verlaufene Auktion italienischer Anleihen sorgte allerdings für etwas Entspannung.

Bis Börsenschluss ging der SMI um 0,63 Prozent tiefer auf 6014,84 Stellen nahe den Tageshöchstkursen aus dem Handel. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) büsste 0,69 Prozent auf 930,14 Zähler ein und der breite Swiss Performance Index (SPI) verlor 0,57 Prozent auf 5528,27 Punkte.

Warten auf Stresstest-Ergebnisse

In dem von Unsicherheiten und Wirtschaftssorgen geprägten Börsenumfeld gaben Finanztitel und Zykliker bei den Schweizer Blue Chips am deutlichsten nach. Dabei spielte auch der Bankenstresstest der EU eine Rolle.

Die Ergebnisse aus dem Test werden am kommenden Freitag publiziert. Mehrere Banken vor allem in Südeuropa dürften den Test aber nicht bestanden haben. Immerhin hat die EU angekündigt, dass sie Banken vor dem Bankrott retten will.

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An der Schweizer Börse haben UBS am Ende 1,9 Prozent und Credit Suisse 1,3 Prozent verloren. Dabei sind die Titel am Morgen auf neue 52-Wochentiefs gesunken und hatten in der Spitze um über 5 Prozent (UBS) respektive um über 4 Prozent (CS) nachgegeben.

Tiefer gingen auch die Versicherer aus dem Handel: Swiss Life büssten 2,1 Prozent ein, ZFS 1,6 Prozent und Swiss Re 1,2 Prozent.

Risiken im Luxusgütersektor

Bei den Zyklikern verloren Holcim 2,2 Prozent. Die Bank Vontobel und JP Morgan hatten ihre Kursziele für den Zementkonzern gesenkt. Weitere Grossverlierer im SMI/SLI waren Adecco (-2,1 Prozent), Nobel Biocare (-1,2 Prozent) oder die Luxusgüterwerte Richemont (-1,4 Prozent) und Swatch Group (-0,9 Prozent).

Analysten sehen im Luxusgütersektor Abwärtsrisiken der konjunkturellen Entwicklung sowohl in Europa als auch in den USA. Zudem würden auch in aufstrebenden Märkten, wie in China, die Überhitzungsrisiken steigen.

Die Index-Schwergewichte Novartis (-0,8 Prozent) und Nestlé (-0,5 Prozent) konnten sich dem Abwärtstrend nur ganz wenig entziehen. Dagegen kletterten Roche um 1,1 Prozent in die Höhe. Zu den wenigen Gewinnern gehörten auch Givaudan (+1,2 Prozent) oder Lonza (+2,0 Prozent).

(laf/sda)