Der wichtigste Schweizer Aktienindex SMI notierte um 9.30 Uhr 0,24 Prozent tiefer bei 6495,11 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) büsste um 0,27 Prozent auf 1026,58 Zähler ein und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,24 Prozent auf 5989,82 Punkte.

Die Anleger konzentrierten sich auf die SMI-Titel Holcim und Swisscom, die ihre Q1-Zahlen vorgelegt haben. Etwas Bewegung bringen könnten im Verlauf auch noch der Einkaufsmanager-Index aus der Eurozone am Vormittag und der ISM-Index sowie die ADP-Daten zum Arbeitsmarkt aus den USA am Nachmittag. Nachbörslich in den USA wird der Ölbohrkonzern Transocean noch seine Quartalszahlen publizieren.

Unter den SMI-Titeln werden Holcim (-4,1 Prozent) deutlich zurückgenommen. Der Zementhersteller hat mit den Q1-Zahlen die Konsenserwartungen beim Umsatz zwar knapp erfüllt, auf allen anderen Ebenen hingegen deutlich verfehlt. Als Negativfaktoren werden von Analysten neben den Folgen der Frankenstärke auch der Margenrückgang in Europa und die Absatzentwicklung in Nordamerika bezeichnet.

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Der Telekom-Konzern Swisscom (-0,6 Prozent) hat die durchschnittlichen Erwartungen mit den Zahlen für das erste Quartal hingegen mehr oder weniger erfüllt. In Analystenkreisen werden die Zahlen als insgesamt solide bezeichnet. Einmal mehr habe die Geschäftsentwicklung im Heimmarkt Schweiz den eher enttäuschenden Ergebnisbeitrag der italienischen Tochter Fastweb auffangen können, hiess es. Eine positive Überraschung sei aber ausgeblieben.

Richemont, Swatch und Syngenta verliern je 0,9 Prozent, Clariant und Adecco je 0,7 Prozent.

Actelion (+5,8 Prozent) korrigieren einen Teil der an den beiden Vortagen erlittenen Einbussen. Die am Vortag von einem US-Gericht nun noch zusätzlich ausgesprochene Strafzahlung von 30 Miliionen Dollar im Streitfall mit der japanischen Asahi im Fall des Medikaments Fasudil blieb am unteren Ende der Erwartungen. Zudem hat Actelion weitere gerichtliche Vorstösse angekündigt und will das Urteil als Ganze anfechten. Nach dem Jury-Spruch vom Wochenende über Schadenersatzzahlungen von 547 Millionen Dollar an Asahi hatten die Titel allerdings um insgesamt rund 12 Prozent verloren.

Geberit (+1,5 Prozent auf 209.30 Franken) legen erneut zu, nachdem die Bank Vontobel im Nachgang zu den Q1-Zahlen die Einstufung auf "Buy" erhöht hat. Geberit sei gut positioniert, um vom erwarteten leichten Aufschwung der Baubranche zu profitieren, so die Begründung. Auf deutlich tieferem Niveau finden zudem Logitech (+0,5 Prozent) wieder Käufer, ebenso Swiss Life (+0,3 Prozent) nach den Abgaben am Vortag im Zuge des Quartalsausweises.

Im breiten Markt stehen Panalpina (+2,5 Prozent) nach dem Q1-Ausweis im Fokus. Der Logistik-Konzern hat mit den Zahlen die Erwartungen übertroffen. Die gute Entwicklung wurde vor allem durch ein Wachstum in Schwellenländern und eine bessere Rentabilität gestützt.

Galenica (+1,5 Prozent) profitieren davon, dass der Vertrieb von Venofer in Nordamerika wieder aufgenommen werden konnte. Dies seien gute Neuigkeiten, kommentieren Branchenexperten. Ein von der US-Gesundheitsbehörde FDA angeordneter Produktionsstop hätte auch viel länger dauern können.

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(cms/tno/awp)