Die Nervosität vor dem Arbeitsmarktbericht aus den USA hat sich als begründet erweisen: Die Anzahl der Beschäftigten veränderte sich im August überraschenderweise nicht , obwohl mit einem Zuwachs gerechnet worden war. Belastet war die Stimmung an der Schweizer Börse aber auch von wieder stärker gewordenen Sorgen um einen möglichen Zahlungsausfall Griechenlands.

So büsste der SMI 3,11 Prozent auf 5359,67 Punkte ein. Im Wochenvergleich ergab sich dennoch ein leichtes Plus von 0,7 Prozent. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) verlor 3,71 Prozent auf 802,65 Punkte und der breite Gesamtmarkt (SPI) 2,99 Prozent auf 40889,19 Punkte.

Am Devisenmarkt setzte der Franken seinen neu aufgenommenen Höhenflug fort. Der Euro fiel im Tagesverlauf von rund 1.1350 Franken auf ein vorübergehendes Tagestief knapp unter 1.10 Franken und erholte sich bis Börsenschluss wieder auf rund 1.1150 Franken.

Die Bewegung des Dollars verlief ähnlich, kostete dieser am Morgen noch 0.7950 Franken war es am Abend rund ein Rappen weniger. Das Tagestief lag knapp über 77 Rappen.

Abgaben auf breiter Front

Von den Bluechips am hiesigen Aktienmarkt gaben Adecco (-6,5 Prozent), Clariant (-6,3) und Weatherford (-6,2) am meisten nach. Sehr deutlich, mit Verlusten von je rund 5,5 Prozent, waren auch die Abgaben in Richemont, CS, UBS und ZFS.

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Für die international tätigen Versicherungen bahnt sich kurz nach «Irene» mit «Katia» bereits das nächste Sturmtief mit möglichen Schäden in den USA an. So fielen auch Swiss Re um 5,4 Prozent deutlich zurück.

Über 5 Prozent büssten zudem Swiss Life, Julius Bär und Transocean ein, um gut 4 Prozent verbilligten sich etwa Swatch, Holcim oder ABB. Nobel Biocare gaben um 3,5 Prozent nach und landeten damit im breiten Mittelfeld. Im breiten Markt verloren Straumann 5,6 Prozent.

Die geringsten Einbussen verzeichneten die als defensiv geltenden Nestlé (-0,8 Prozent), Givaudan (-1,0) und Geberit (-1,4). Auch Lonza (-1,3 Prozent) reihten sich im Spitzenquartett ein. Bobst brachen nach den schwachen Zahlen vom Vortag erneut um gut 10 Prozent ein, ebenso Schmolz+Bickenbach.

(tno/sda/awp)