Für die morgendliche Erholung hatte die Ankündigung der Schweizer Nationalbank (SNB) kurz vor Handelseröffnung gesorgt, wonach sie Massnahmen gegen den starken Franken ergreifen wolle. Mit einem tieferen Leitzins und mehr Liquidität solle die Schweizer Währung geschwächt werden, so die SNB.

Dies gelang ihr anfänglich recht gut, fiel doch der Franken zum Euro phasenweise deutlich zurück. Mit der erneuten Nervosität der Marktteilnehmer am Nachmittag wurden die Bemühungen der SNB allerdings schon bald wieder zunichte gemacht. Der Euro stand bei Börsenschluss wieder unter 1,10 zum Franken.

Zum Handelsschluss verlor das Blue-Chips-Barometer SMI um 1,15 Prozent auf 5'483,15 Punkte und schloss damit etwa 40 Punkte über dem Tagestief. Das Tageshoch wurde kurz vor 13 Uhr bei 5'617 Punkten erreicht. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) büsste derweil 1,59 Prozent auf 839,16 Zähler ein, der breite Gesamtmarkt (SPI) um 1,35 Prozent auf 5'030,26 Punkte.

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Hohe Volatilität

Dass die Nervosität massiv zugenommen hat, zeigt sich am Schweizer Volatilitätsindex auf den SMI (VSMI). Dieses Barometer, das die Schwankungsbreite anzeigt, ist zuletzt stark gestiegen. Allein am Berichtstag stieg der Index um fast 8 Prozent auf 25,1 Punkte, vor einem Monat waren es noch weniger als 15 Punkte gewesen.

Die morgendliche Erholung wurde lange Zeit angeführt von den Papieren der Grossbanken UBS und CS, die nach dem massiven Kurssturz am Vortag wieder Käufer fanden und phasenweise sehr stark im Plus standen.. Allerdings hielten die Käufer nicht lange die Oberhand, gegen Schluss fielen die Papiere wieder deutlich ins Minus, beide Titel büssten 1,6 Prozent ein.

Öltitel auf Tauchkurs

Am Tabellenende fanden sich bei den 30 grössten Werten zum Schluss Titel aus der Ölbranche, die vor allem wegen der Konjunktursorgen an Wert verloren. Weatherford büssten 6,1 Prozent ein, Transocean 4,4 Prozent. Die Titel der im SPI gelisteten Petroplus büssten nach sehr schwachen Halbjahreszahlen gar 23,1 Prozent ein.

Sehr schwach, ohne fundamentale News allerdings, präsentierten sich ausserdem Actelion (-4,6 Prozent), Julius Bär (-4,0 Prozent), Sonova (-3,6 Prozent), Adecco (-3,0 Prozent) oder Swiss Life (-2,8 Prozent).

Nur zwei Gewinner

Von den 30 Titeln standen am Schluss nur deren zwei im Plus. Gewinner waren die Genussscheine von Roche (+1,2 Prozent). Auch diese hatten am Vortag ohne fundamentale News 4,4 Prozent eingebüsst, was von Händlern als stark übertrieben angesehen wurde.

Mit Swisscom (+0,1 Prozent) kam ein anderer defensiver Titel in die Ränge. Weniger als 1 Prozent büssten ausserdem Syngenta (-0,2 Prozent), SGS (-0,5 Prozent), Holcim (-0,7 Prozent) und Givaudan (-0,8 Prozent) ein.

Im breiten Markt verloren AFG nach Halbjahreszahlen am Schluss 3,1 Prozent. Zu den grössten Verlierern gehörten ausserdem Basilea (-9,7 Prozent), Mindset (-8,4 Prozent) oder Swissquote (-7,8 Prozent).

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(cms/awp)