Der Leitindex SMI rutschte nach gutem Beginn am Nachmittag unter das Niveau von 5800 Stellen und damit in die Verlustzone ab. Mit der Schlussauktion wurde diese Marke dann jedoch knapp verteidigt.

Die Aufwärtsbewegung am Aktienmarkt kam mit Blick auf die angespannte Liquiditätslage europäischer Banken ins Stocken. Mehr als 500 Institute haben sich am Mittwoch bei der Europäischen Zentralbank (EZB) für den ungewöhnlichen Zeitraum von drei Jahren eine Rekordsumme von insgesamt fast 500 Milliarden Euro geliehen. Mit der grossen Liquiditätsspritze seien im Handelsverlauf Zweifel an der Solvabilität der Banken aufgekommen, hiess es bei Händlern.

Der Leitindex SMI schloss um 0,01 Prozent nur unwesentlich höher als am Vortag bei 5805 Punkten. Der breiter gefasste Swiss Performance Index (SPI) gewann leichte 0,02 Prozent auf 5228 Zähler hinzu.

Grosse Verluste wurden bei den Wertpapieren des Zementherstellers Holcim mit Minus 2,1 Prozent verzeichnet. Auch andere Zykliker litten unter grossen Abgaben: So büssten etwa die Titel des Warenprüfkonzerns SGS 1,9 Prozent, jene des Sanitärspezialisten Geberit 1,2 Prozent oder die des Dentalimplantateherstellers Nobel Biocare 1,7 Prozent ein.

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Die Luxusgütertitel der Swatch Group mit Plus 1,0 Prozent und von Richemont mit Plus 1,4 Prozent gingen dagegen erneut fester aus dem Handel. Swisscom-Aktien ihrerseits verloren 0,6 Prozent an Wert. Der Telekomkonzern hatte am Mittwoch ein Investitionsprogramm über mehrere hundert Millionen Franken angekündigt. Ab Mitte 2012 bis 2014 sollen sämtliche 6000 Mobilfunkstationen mit neuer Hard- und Software ausgerüstet werden.

Im breiten Markt kletterten Swissmetal von Übernahmehoffnungen beflügelt um 132 Prozent in die Höhe. Der Buntmetallverarbeiter hatte am Vorabend über laufende Gespräche mit Investoren aus dem In- und Ausland informiert. Inzwischen seien konkrete Angebote für die Übernahme des in Nachlassstundung befindlichen Unternehmens eingereicht worden.