Bereits am Freitag hatte die Rücktrittsankündigung des EZB-Chefökonomen Jürgen Stark Unsicherheiten an den internationalen Finanzmärkten hervorgerufen. Bei den Banken beschäftigt der Steuerstreit zwischen der Schweiz und den USA die Anleger zusätzlich. Die Sorgen um das hochverschuldete Griechenland haben sich über das Wochenende noch akzentuiert.

Bis um 10 Uhr verliert der SMI fast 3 Prozent auf 5270,07 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) sinkt um 3,3 Prozent auf 785,66 Zähler und der Swiss Performance Index (SPI) um 2,90 Prozent auf 4803,89 Punkte.

Im Blue-Chips-Segment notieren fast alle Werte im Minus. Dabei stehen mit Blick auf die Euro-Sorgen und dem Steuerstreit mit den USA und Deutschland die Banken stark unter Druck: UBS büssen um 3,5 Prozent, Julius Bär um 2,9 Prozent oder Credit Suisse um 2,5 Prozent ein.

Grössere Abgaben sind auch bei den Versicherern zu sehen: Swiss Life büssen um 4,4 Prozent, ZFS um 3,6 Prozent oder Swiss Re um 3,1 Prozent ein. Der Rückversicherer Swiss Re bestätigte anlässlich des Branchentreffens in Monte Carlo die Erwartungen auf allmählich anziehende Tarife.

Die stärksten Abgaben im SMI/SLI verbuchen die Titel des in der Ölindustrie tätigen US-Konzerns Weatherford (-7,0 Prozent). Unter den Zyklikern geben aber auch Logitech (-4,3 Prozent), Holcim (-3,8 Prozent) oder Adecco (-3,1 Prozent) stark nach.

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Auch an den Devisenmärkten wirken sich die erneuten Sorgen in der Eurozone aus. Der Euro sackte zum Dollar unter die Marke von 1.36 und kostete zuletzt noch 1.3548 Dollar. Zum Franken bewegt sich der Euro dagegen weiterhin oberhalb der von der SNB festgelegten Mindestmarke von 1.20 Franken.

(laf/vst/sda)