Die Hoffnung auf eine bevorstehende Lösung der griechischen Schuldenkrise hat am Dienstag für Schwung an den asiatischen Aktienmärkten gesorgt. Die Tokioter Börse sprang auf ein 15-Jahreshoch. Der japanische Leitindex Nikkei ging mit einem Plus von 1,9 Prozent bei 20'809 Punkten aus dem Handel. «Die Mehrheit der Anleger handelt nach dem optimistischen Szenario, dass die Griechenland-Krise beendet werden kann», sagte Analyst Masashi Oda, von der Sumitomo Mitsui Trust Bank.

Auch der Schweizer Aktienmarkt hat die Sitzung mit höheren Kursen eröffnet, nachdem es schon am Vortag deutlich aufwärts gegangen war. Nach Handelsstart Der Hauptgrund dafür sind die Neuigkeiten in Sachen Griechenland. Zwar gab es am Vorabend am Treffen der Staats- und Regierungschefs der Eurozone keine konkrete Einigung. Wegen der neuen Reformvorschläge der griechischen Regierung wächst aber die Hoffnung auf eine Einigung im Schuldendrama noch in dieser Woche.

Bank-Aktien in Tokio gefragt

Gefragt waren in Tokio vor allem Bank-Aktien, die angesichts der Griechenland-Krise in den vergangenen Wochen deutliche Abschläge hatten hinnehmen müssen und vielfach als unterbewertet galten. So legten die Papiere der Mitsubishi UFJ Financial Group um 4,6 Prozent zu.

In Shanghai tendierte der Leitindex am ersten Handelstag nach einem Feiertag und einem Einbruch der Kurse vergangene Woche wieder etwas fester. Einen Dämpfer für die Konjunktur lieferte die chinesische Industrie, die den vierten Monat in Folge schrumpfte. Allerdings liefen die Geschäfte vorläufigen Zahlen zufolge im Juni besser als in den vergangenen drei Monaten.

Der Euro gab zum Dollar 0,6 Prozent nach und notierte im fernöstlichen Handel mit 1,1270 Dollar. Auch wenn es im griechischen Schuldenstreit Schritte in die richtige Richtung gebe, sei eine Lösung letztlich nicht garantiert, sagten Marktteilnehmer. Die US-Währung legte zum Yen um 0,2 Prozent auf 123,61 Yen zu.

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(awp/sda/me/ama)