Für Rückenwind an den Schweizer Börsen sorgen laut Händlern die Futures auf den Dow Jones Industrial. Auch dass sich die Verluste an den asiatischen Börsen in Grenzen hielten, bezeichneten Marktteilnehmer als ermutigend. Trotzdem sind die Wolken über den Märkten noch nicht weitergezogen. Die Sorgen um die Staatsverschuldung in den USA und Europa bleiben nach wie vor bestehen.

Vorerst sorgen am Markt Unternehmenszahlen zu den Blue Chips ZFS und Swisscom für Bewegung. Am Nachmittag stehen dann mit den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe und der Handelsbilanz noch US-Konjunkturzahlen auf dem Programm.

Bis um 10.30 Uhr steigt der SMI um 2,11 Prozent auf 4893,32 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gewinnt derweil 2,22 Prozent auf 738,46 Zähler und der breite Gesamtmarkt (SPI) 2,32 Prozent auf 4497,34 Punkte.

Finanzpapiere steigen

Der Schweizer Franken bleibt weiterhin im Fokus der Anleger. Zwar hat sich die Situation zum Euro wieder leicht entschärft, die Notierungen bleiben aber auf sehr tiefem Niveau. Solange die Schuldenkrisen in den USA und der Eurozone nicht gelöst sind, dürfte der Franken gesucht bleiben. Auch Gold wird weiterhin rege gekauft. Die Feinunze notierte erstmals über der Marke von 1800 Dollar.

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Markante Aufschläge gibt es im frühen Handel für Finanzpapiere. An der Spitze von SMI/SLI notieren nach Zahlen die Aktien von ZFS (+7,9 Prozent), aber auch UBS (+4,3 Prozent) oder Credit Suisse (+4,7 Prozent) gehören zu den grössten Gewinnern. Börsianer sprechen von einer Gegenbewegung zu den Vortagesverlusten.

Der Versicherer ZFS hat vorbörslich die Zahlen für das erste Halbjahr publiziert und dabei die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der Reingewinn stieg um 20 Prozent.

Swisscom im Minus

Defensive Papiere wie die SMI-Schwergewichte Novartis (+1,4 Prozent), Roche (+2,4 Prozent) oder Nestlé (+1,1 Prozent) gehen ebenfalls mit Aufschlägen um. Für den weltweit grössten Nahrungsmittelkonzern kommt es nach der Zahlenvorlage vom Vortag zu diversen Kurszielsenkungen.

Zahlen hat auch Swisscom (-1,5 Prozent) vorgelegt, vermochte aber die Erwartungen nicht zu erfüllen. Analysten zeigen sich in ersten Reaktionen enttäuscht vom Zahlenausweis. Insbesondere in Bezug auf den Heimmarkt Schweiz hatten sich einige Experten mehr erhofft.

(cms/tno/awp)