Der Schweizer Aktienmarkt hat einmal mehr eine Berg- und Talfahrt vollführt und zuletzt leicht im Plus geschlossen. Für das positive Handelsende sorgten vor allem freundliche US-Börsen, die von guten US-Konjunkturdaten beflügelt wurden.

Im Vorfeld des Treffens der Euro-Finanzminister vom Dienstagabend blieben die neuen Entwicklungen in der europäischen Schuldenkrise weiter im Fokus der Märkte.

Die gute Nachfrage nach italienischen Staatsanleihen wurde trotz hoher Zinssätze erleichtert zur Kenntnis genommen. Auch deutlich rückläufige Renditen spanischer Staatsanleihen wurden positiv aufgenommen.

Der Leitindex SMI schloss um 0,16 Prozent höher auf 5531 Punkten, der breite Swiss Performance Index (SPI) legte um 0,16 Prozent auf 5016,42 Stellen zu

Einen Absturz erlebten Transocean (-8,7 Prozent). Zu den weiteren deutlichen Verlieren gehörten Logitech (-1,8 Prozent), die einen Teil der Vortagesgewinne wieder abgaben.

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Finanzwerte uneinheitlich

Uneinheitlich schlossen die Finanzwerte, wobei vor allem Julius Bär (-1.7 Prozent) nachgaben. Dort dürfte der verlorene Übernahmekampf um die Bank Sarasin nachwirken. CS schlossen 0,4 Prozent tiefer, während UBS deutliche 1,4 Prozent zulegten.

Uneinheitlich entwickelten sich die zyklischen Werte. Swatch (-0,8 Prozent) gerieten im Laufe des Dienstagnachmittags unter Verkaufsdruck. Der Luxusgüterhersteller wurde für den enttäuschenden Ausblick von Tiffany in Sippenhaft genommen. Richemont (-0,8 Prozent) fielen ebenfalls zurück.

Bei den defensiven Schwergewichten stützten Nestlé (+0,3 Prozent) und Roche (+0,9 Prozent) den Markt. Novartis schlossen 0,2 Prozent im Minus. Beobachter sprachen von Umschichtungen aus Novartis in Roche.

Am breiten Markt legte Datacolor (+5 Prozent) die Ausschüttung einer reduzierten Dividende vor und gab einen wenig konkreten Ausblick auf das kommende Geschäftsjahr 2011/12.