Für neue Impulse am Markt könnten laut Händlern diverse US-Konjunkturdaten sorgen, die am Nachmittag anstehen. Das (nachbörslich) erwartete Ergebnis eines Stresstests bei den Banken durch die europäische Bankenaufsicht sorge ebenfalls für Nervosität, heisst es.

Der Leitindex SMI verlor bis um 9.30 Uhr 1,20 Prozent auf 5909,08 Punkte. Der 30 Titel umfassende, um die Gewichtung gekappte Swiss Leader Index (SLI) sank um 1,30 Prozent auf 913,18 Zähler und der breite Gesamtmarkt, gemessen am SPI, um 1,05 Prozent auf 5437,21 Punkte.

Mit SGS (-5,5 Prozent) hat der erste Blue Chip seine Zahlen für die ersten sechs Monate vorgelegt, dabei aber die Erwartungen des Marktes enttäuscht. Zwischenzeitlich büsste der Titel beinahe 9 Prozent ein. Analysten kritisierten insbesondere die erzielten Margen. Das organische Wachstum sei zwar besser als erwartet ausgefallen, der starke Schweizer Franken habe jedoch stärker belastet als prognostiziert, heisst es in einem Kommentar.

Bankentitel im Minus

Verluste sind auch bei den Bankentitel zu beobachten. Barclays hat die Kursziele für UBS (-2,0 Prozent), Credit Suisse (-1,5 Prozent) und Julius Bär (-1,4) gesenkt.

Zudem ist die Credit Suisse Gegenstand einer Untersuchung des US-Departement of Justice. Dabei gehe es um eine branchenweite Untersuchung der US-Behörden zu den grenzüberschreitenden Vermögensverwaltungsgeschäften für US-Personen in der Vergangenheit, so die Bank.

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Eine Rückstufung gibt es zudem auch für Richemont (-2,2 Prozent) durch die Deutsche Bank. Sie sieht dunkle Wolken aufziehen und senkt ihr Rating auf «Hold» und das Kursziel auf 59 von 63 Franken. Das Unternehmen sei anfälliger gegenüber Makrorisiken als Konkurrent Swatch (-1,5 Prozent).

Zykliker verlieren

Zu den grössten Verlierern gehören zudem zyklische Werte wie Logitech (-2,1 Prozent), Adecco (-2,1 Prozent) oder Holcim (-1,7 Prozent), aber auch defensive Schwergewichte wie Nestlé (-0,9 Prozent) und Novartis (-0,9 Prozent).

Die Genussscheine von Roche (unv.) profitieren indes von einem positiven Kommentar von Barclays, notieren aber genauso im Minus. Im Vorfeld der Halbjahreszahlen erhöhen die Analysten der Bank das Kursziel auf 158 Franken von bisher 154 Franken.

Für Aufsehen sorgen in der zweiten Reihe Temenos (-20,8 Prozent). Der Bankensoftware-Hersteller hat vorbörslich eine Umsatzwarnung publiziert.

(cms/tno/awp)