Auch nach der Offensive der Telekom-Anbieter Swisscom, Sunrise und Orange mit dem App Tapit arbeitet die Börsenbetreiberin SIX Group mit Hochdruck an einer eigenen digitalen Brieftasche. Das erklärt SIX-Präsident Alexandre Zeller im Interview mit der «Handelszeitung». «Wir wollen mit unserer Wallet-Lösung, die voraussichtlich 2015 auf den Markt kommt, den Kunden einen Service anbieten, der die verschiedenen Apps in einem Wallet zusammenfasst.» Zudem lanciere Six noch dieses Jahr die Möglichkeit, zwischen Handys Geld zu überweisen.

Faszinierend findet der Börsenpräsident auch die digitale Währung Bitcoin. «Die digitale Währung bietet viele interessante Möglichkeiten, etwa fürs Derivategeschäft», sagt er. Zeller ist ein persönliches Anliegen, Six für die Zukunft fit zu trimmen. Die Gruppe müsse ihr Innovationstempo markant steigern. «Wir können es uns nicht leisten, drei, vier Jahre an einem Projekt herumzuwerkeln», mahnt er.

Chancen bei der Bewältigung des Steuerstreites

Chancen sieht Zeller auch bei der Bewältigung der Vergangenheit im Steuerstreit mit dem Ausland. Bei der Umsetzung des Automatischen Informationsaustauschs könne die Börsenbetreiberin eine Rolle spielen. «Welche das ist, müssen wir mit den Banken jetzt besprechen», so Zeller.

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