Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Dienstag mit deutlichen Kursgewinnen abgeschlossen. Er setzt damit die vor der Weihnachtspause eingeleitete Aufwärtsbewegung fort. Der Leitindex SMI rückte am vorletzten Handelstag des laufenden Jahres bis auf 100 Punkte an die Schlussmarke des Vorjahres 2014 heran und könnte das Börsenjahr 2015 somit doch noch mit einem positiven Vorzeichen abschliessen. Der breite SPI hat den Sprung in Gewinnzone bereits geschafft und liegt auf Jahressicht mit 3,3 Prozent im Plus.

Bis Börsenschluss kletterte der Swiss Market Index (SMI) um 1,64 Prozent auf 8883,01 Punkte in die Höhe. Der breite Swiss Performance Index (SPI) stieg um 1,56 Prozent auf 9153,55 Punkte. An der Spitze der Blue Chips fanden sich kurz vor dem Jahreswechsel einige Aktien, die sowieso schon eine gute Jahresperformance aufweisen und im Rahmen von «Last-Minute-Käufen» am Berichtstag weiter zugekauft wurden. Allen voran legten die Papiere des Logistik- und Apothekenkonzerns Galenica um 3,6 Prozent zu. Damit hat sich der Aktienkurs seit Ende 2014 beinahe verdoppelt.

Novartis, Nestlé und Roche

Die Papiere des Chemieunternehmens Lonza, die um 1,4 Prozent zulegten, belegen derzeit in der Jahreswertung des SMI mit einem Plus von 45 Prozent den zweiten Platz. Die Depots wurden «verschönert» mit Titeln etwa des Chemieunternehmens Clariant (gegenüber dem Vorjahr +14 Prozent) oder des Versicherers Swiss Life (Jahresbilanz +15 Prozent), die sich am Berichtstag um 1,4 Prozent respektive 2,6 Prozent verteuerten.

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In erster Linie wurde der Gesamtmarkt allerdings von den Schwergewichten dem Pharmakonzern Novartis (+2,0 Prozent) und dem Lebensmittelkonzern Nestlé (+2,1 Prozent) angetrieben. Auch das Pharmaunternehmen Roche (+1,6 Prozent) schloss klar im Plus.

Kursfantasie wegen Augenpflege

Bei Novartis liessen offenbar Gerüchte zur möglicherweise bevorstehenden Ausgliederung der Augenpflege-Sparte Alcon Kursfantasie aufkommen. Derweil hofften die Anleger bei der Privatbank Julius Bär (+0,9 Prozent) weiterhin auf einen baldigen Abschluss des Steuerstreits mit den USA. Die Grossbanken Credit Suisse (+1,0 Prozent) und UBS (+1,6 Prozent) lagen aber am Dienstag gegenüber den «Bären» in Front.

Kursverluste erlitten bei den Blue Chips nur die Titel des Backwarenkonzerns Aryzta (-0,2 Prozent). Sie haben auf Jahressicht mit rund 34 Prozent bislang am stärksten nachgegeben. Der derzeit zweitschwächste Wert heisst Transocean mit einem Rückgang im laufenden Jahr von 32 Prozent. Am Berichtstag erholten sich die Papiere des Ölplattform-Betreibers leicht um 0,6 Prozent.

(sda/gku)