Der Schweizer Aktienmarkt findet auch zum Auftakt der neuen Woche keinen Ausweg aus seinem Abwärtstrudel. Nach einem freundlichen Start rutschten die Kurse rasch markant in die Verlustzone zurück, wobei im SMI bald die Marke von 7'900 Punkten und vor kurzem auch diejenige bei 7'800 unterschritten wurde. Mit dem aktuellen neuen Jahrestief befindet sich der hiesige Leitindex auf seinem tiefsten Niveau seit über 2 Jahren beziehungsweise seit dem vierten Quartal 2013. Es fehle an Handelsvolumina insgesamt, vor allem aber an Kaufaufträgen, sagte ein Händler in Zürich. Der Markt kenne derzeit nur die Richtung nach unten. Der Volatilitätsindex VSMI verzeichnet derweil ein Plus von gut 7 Prozent und steht wieder bei über 27 Punkten.

Die Sorgen der Marktteilnehmer drehen sich vor allem um die Robustheit der Weltkonjunktur. Insbesondere die Lage in China und die weitere Entwicklung der Wechselkurse bereiteten Kopfschmerzen, heisst es in einem Kommentar der Zürcher Kantonalbank. Immer mehr stehe aber auch die Frage im Raum, ob der Motor der Weltwirtschaft, nämlich die USA, ins Stottern gerate. Weiter belasteten die Fragen, ob der Preiszerfall bei den Rohstoffen weitergehe und ob damit allenfalls grössere Kreditausfälle folgen würden. Der grösste Unsicherheitsfaktor bleibe aber China.

Neues Jahrestief bei 7'798

Der Swiss Market Index (SMI) steht um 11.14 Uhr 2,15 Prozent tiefer bei 7789,36 Punkten (neues Jahrestief bei 7784). Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, büsst 2,02 Prozent auf 1'172,24 Punkte ein und der breite Swiss Performance Index (SPI) 1,91 Prozent auf 8'108,95 Punkte. Von den 30 SMI/SLI-Titeln stehen bis auf Sonova alle im Minus. Sonova (+0,3 Prozent) erhalten dabei von positiven Marktdaten am amerikanischen Hörgerätemarkt etwas Auftrieb.

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Ansonsten stehen die Zeichen auf rot bis tiefrot. Am meisten büssen Transocean (-5,2 Prozent) ein, nach einer weiteren vorzeitigen Mietvertragsauflösung für eine Ölbohr-Plattform. Jeweils bei über 3% liegen derzeit auch die Abgaben in Julius Bär, LafargeHolcim und UBS. CS, welche in der vergangenen Woche um knapp 17 Prozent eingebrochen sind, fallen derzeit um weitere 2,7 Prozent zurück. Jeweils bei knapp über, bzw. knapp unter 2 Prozent liegen aktuell die Verluste von Novartis und Roche.

(awp/gku/ama)