Der Schweizer Aktienmarkt ist am Freitag nach schwachem Start dank einem kleinen Nachmittagsrally klar fester ins Wochenende gegangen.

Geprägt war auch der letzte Handelstag der Woche von den Sorgen rund um die Schuldenkrise in Europa. Angesichts der Blockade im Streit um die Euro-Bonds blieb die Stimmung trüb.
Die Gewinne wurden in Marktkreisen als technische Erholung erklärt. Nach dem markanten Absturz dieser und auch der Wochen davor, sehen verschiedene Marktteilnehmer einen vorläufigen Boden erreicht.

Etwas Unterstützung boten am Nachmittag auch die US-Börsen, welche am verkürzten Handelstag nach «Thanksgiving» unmittelbar nach Eröffnung klar ins Plus drehten. Aus den USA erhofft man sich am heutigen Abend des «Black Friday» erste Erkenntnisse über den möglichen Verlauf des Weihnachtsgeschäfts.

Der SMI zog schliesslich um 0,72 Prozent auf 5395 Punkte an. Im Wochenvergleich ergab sich dennoch ein klares Minus von 3,9 Prozent. Der breite Swiss Performance Index (SPI) legte um 0,61 Prozent auf 4887 Punkte zu.

Mit zu den grössten Gewinnern gehörten in einem uneinheitlichen Geschäft die Aktien des Computerzubehörherstellers Logitech (+2,1 Prozent) und jene des Ölborkonzerns Transocean (+2,0 Prozent).

Bankentitel  legten zu

Für einen guten Teil der Gewinne des Gesamtmarktes waren aber die starken Roche-Aktien (+1,5 Prozent) verantwortlich. Von den Finanztiteln legten UBS (+1,1 Prozent), CS (+0,7 Prozent) und Julius Bär (+1,6 Prozent) am meisten zu.

Die Versicherungen blieben hinter den Banken zurück, am meisten zogen die Papiere von Zürich Financial Services (+0,6 Prozent) an, am wenigsten Bâloise (+0,1 Prozent). Grössere Gewinne verzeichneten auch Aktien wie jene des Luxusgüterherstellers Richemont (+1,1 Prozent), des Aromen- und Riechstoff-Herstellers Givaudan (+1,0 Prozent) oder des Agrarchemiekonzerns Syngenta (+0,9 Prozent).

Eine Stütze waren dem SMI noch die Papiere des Pharmakonzerns Novartis (+0,6 Prozent), während die mittlerweile bald mit 28 Prozent des Gesamtmarktes gewichteten Nestlé-Titel moderat um 0,3 Prozent anzogen.

Auf der Verliererseite waren lediglich die Papiere von Kühne+Nagel (-1,2 Prozent), Actelion (-0,9 Prozent), Adecco (-0,4 Prozent), Geberit (-0,2 Prozent) und Holcim (-0,3 Prozent) zu finden.

Die Titel von Mondobiotech brachen dagegen um knapp 30 Prozent ein. Das Biotechnologieunternehmen leitet per sofort Massnahmen zur Restrukturierung des Geschäfts ein. Dazu gehört auch der Abbau von Arbeitskräften.

(rcv/sda)